Wiesenpieper
Wiesenpieper© Foto: Mathias Schäf

Anthus pratensis

Wiesenpieper

Von den Piepern kann man den Wiesenpieper wohl am häufigsten beobachten, auch wenn die Bestände des verwandten Baumpiepers größer sind. Der kleine braune Geselle ist farblich gut an seinen Lebensraum angepasst. In der Vegetation kann man ihn kaum entdecken. Glücklicherweise nimmt er aber immer mal wieder seine erhöhte Warte auf einem Strauch oder Zaunpfahl ein und lässt sich dort dann gut beobachten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

37.000 - 59.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 74 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von März bis September zu beobachten

Größe

14-15,5 cm groß

Besonderheit

eher ruckartige Bewegungsweise, fliegt ruckhaft, hüpfend auf

Reise

Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Südwesteuropa und Afrika

Funfact

Der Kuckuck legt gern sein Ei in das Nest des Wiesenpiepers.

© Foto: Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Oberseite ist graubraun mit olivfarbenem Hauch im Schlichtkleid. Im Prachtkleid wirkt er etwas abgetragen und verwaschen. Die Unterseite ist beige-weiß mit schwarzer Strichelung an der Brust und bei erwachsenen Tieren auch den Flanken. Der Unterschnabel ist gelb. Sein Gesicht mit den großen weiß gerahmten Augen wirkt freundlich.

Verhalten

Er ist überwiegend am Boden unterwegs. Gern nimmt er auf Zaunpfählen und Sträuchern Platz. Sein napfförmiges Nest baut er am Boden in dichter Vegetation. Brutzeit ist von März bis August. Beim Singflug steigt er steil in die Lüfte und gleitet dann singend wieder zu Boden.

Lebensraum

Wiesenpieper fühlen sich in Feuchtgebieten wie Mooren, auf Wiesen, Weiden, der Heide und an der Küste wohl.

Gefährdung

Wiesenpieper sind stark gefährdet. Die intensive Grünlandnutzung beraubt sie ihrer Brutplätze.

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten und Spinnen. Im Winter nimmt er auch Getreidekörner und kleine Weichtiere zu sich.

Stimme/Laute

Im Singflug singt er eine Serie feiner, spitzer Töne und Strophen: „zi zi zi zi zi zi zi zü-zü-zü-zü-zü-zü-zü-swiswiswiswiswi TÜÜ TÜÜ TÜÜ TÜÜ swia“. Der Ruf ist ist ein mehrfaches oder einfaches kurzes „ist“.

Zugverhalten

Die meisten Brutvögel in Deutschland ziehen im September gen Südwesteuropa oder Nordafrika. Nördlichere Wiesenpieper ziehen häufig bei uns durch. Im März brechen sie wieder auf in ihre Brutgebiete im Norden und Nordosten Europas.

Beobachtungstipps

An seinem Gesang und seinem Lebensraum lässt sich der Wiesenpieper am ehesten von seinem Kollegen, dem Baumpieper unterscheiden.

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