
Podiceps auritus
Ohrentaucher
Der Ohrentaucher ist ein Brutvogel Nordeuropas und Nordasiens. Im Winter zieht es ihn in den Süden, ein paar Vögel überwintern dann auch an unseren Küsten. Er gehört zur Familie der Lappentaucher. Da er bei uns vor allem im schlichten Winterkleid unterwegs ist, kommt es häufig zu Verwechslungen mit dem sehr ähnlichen Schwarzhalstaucher. In seinem Prachtkleid ist er dagegen mit seinen goldgelben Ohrbüscheln unverwechselbar.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Extrem selten
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
0 Brutvögel
Bestandstrend
-71% (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von September bis März zu beobachten
Größe
31-38 cm groß, Flügelspannweite 46-55 cm
Besonderheit
im Winter vor allem an der Küste anzutreffen
Reise
Kurz- und Mittelstreckenzieher, überwintert an Küsten West- und Südeuropas
Funfact
/
Beschreibung
Aussehen
Bei den Lappentauchern gleichen sich die Geschlechter. Im Prachtkleid sind die goldgelben Ohrbüschel des Ohrentauchers prägnant. Kopf und Rücken sind schwarz gefärbt, Vorderhals und Flanken rotbraun. Im Schlichtkleid präsentiert er sich in schwarz und weiß. Die weißen Wangen sind deutlich von der schwarzen Kappe getrennt.
Verhalten
Ohrentaucher sind monogam und verteidigen energisch ihr Brutrevier. Auf großen Seen mit ausreichend Nahrung finden sich jedoch auch lockere Kolonien. Ihr Nest bauen sie in der Ufervegetation oder schwimmend. Ihre Nahrung finden Ohrentaucher vor allem tauchend. Sie können unter Wasser Strecken über 100 Meter zurücklegen.
Lebensraum
Ohrentaucher brüten auf flachen, vegetationsreichen Seen und Teichen, in Sumpfgebieten und Marschen sowie an Binnengewässern. Sie bevorzugen offene Wasserflächen. Im Winter trifft man die Lappentaucher dagegen überwiegend an der Küste an und nur selten im Binnenland.
Gefährdung
Der Ohrentaucher kommt bei uns als Brutvogel nur noch regional vor.
Nahrung
Sie fressen gerne Krustentiere, Wasserinsekten und kleine Fische. Gelegentlich schnappen sie auch Insekten aus der Luft.
Stimme/Laute
Ohrentaucher sind eher stille Artgenossen. Ihr Ruf ist ein dünnes, etwas zittriges und abfallendes „hü-rr“. Zur Balzzeit hört man einen langen tiefen, zunächst kichernden, in ein Wimmern übergehenden Triller.
Zugverhalten
Das Zugverhalten der Ohrentaucher ist sehr individuell. Meist ziehen sie nur kurze Strecken, die Route variiert. Vögel aus dem Nordosten Europas überwintern in Ost- und Nordsee, Vögel östlicher Regionen auch an der südeuropäischen Küste und am Schwarzen Meer.
Beobachtungstipps
Im Winter können Sie den Ohrentaucher an Nord- und Ostseeküste auf dem Wasser sehen. Er ist jedoch eher selten und kann im Schlichtkleid schnell mit dem Schwarzhalstaucher verwechselt werden. Achten Sie auf die Kopfzeichnung und -form, um Verwechslungen auszuschließen.
Aktiv werden
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