Haubentaucher auf dem Wasser.
Vogel des Jahres 2001
Haubentaucher© Foto: Frank Derer

Podiceps cristatus

Haubentaucher

Der größte und wohl bekannteste unserer heimischen Lappentaucher ist der Haubentaucher. Mit dem langen Hals und der aufgestellten Haube ist er eine elegante Erscheinung auf unseren Gewässern. Da er ungeniert auf der offenen Wasserfläche herumschwimmt und nicht sonderlich scheu ist, können wir ihn oft und gut beobachten. Haubentaucher bleiben immer öfter das ganze Jahr über hier.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

10.500 - 16.000 Brutpaare

Bestands­trend

- 45 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

46-51 cm groß, Flügelspannweite 59-73 cm

Besonderheit

unverwechselbar durch langen Hals und orange-schwarzes Kopfgefieder

Reise

Jahresvogel oder Kurzstreckenzieher

Funfact

Haubentaucher können bis zu 45 Sekunden unter Wasser bleiben.

Immer häufiger bleiben Haubentaucher ganzjährig in Deutschland.© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Haubentaucher im Prachtkleid zeichnen sich durch ihre schwarze aufstellbare Haube und den rotschwarzen Backenbart aus. Der lange, dünne Hals ist im Nacken braun, vorne weiß. Im Schlichtkleid sind sie graubraun gefärbt, die Haube ist nur zu erahnen. Brust und Gesicht sind weiß, deutlich erkennbar ist der weiße Überaugenstreif.

Im Winter kann man Haubentaucher auch auf dem Meer antreffen.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Zur Balzzeit kann man dem Haubentaucher bei ausführlichen Balzritualen zuschauen. Typisch ist dabei der „Pinguintanz“, bei dem das Paar sich Brust an Brust auf dem Wasser aufrichtet, mit den Füßen paddelt und die gesträubten Hauben schüttelt. Das Nest verankern sie meist schwimmend im Schilf. Oft werden die Küken auf dem Rücken der Eltern getragen.

Lebensraum

Auf allen Gewässern mit ausreichend Ufervegetation ist der Haubentaucher zu Hause, dazu gehören sowohl Seen, langsame Fließgewässer als auch Teiche und Boddengewässer. Im Winter trifft man Haubentaucher auch häufiger auf dem Meer an.

Gefährdung

Haubentaucher sind nicht gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrungsauswahl des Haubentauchers gehören vor allem kleine Fische. Aber auch Wasserinsekten und kleine Krebse, am Meer sogar Garnelen, werden hin und wieder erbeutet.

Stimme/Laute

Das balzende kräftige „krra-ahrr“ oder „kraorrr“ ist weit zu hören. Auch kurze wiederholte „kröck-kröck-kröck“-Rufe geben sie von sich. Die Jungvögel lassen ein bettelndes „vie vie vie“ von sich hören.

Zugverhalten

Haubentaucher bleiben das ganze Jahr über bei uns. Vögel aus nordöstlichen Regionen überwintern im Norden, vor allem in Küstenregionen. Im Winter sind Haubentaucher vermehrt an der Küste und auf eisfreien Seen anzutreffen.

Beobachtungstipps

Die Balz der Haubentaucher beginnt schon im Winter und dauert an, bis die Paare anfangen, sich ab März mit dem Nestbau zu beschäftigen. Der Zeitraum, dieses Spektakel zu beobachten, ist also recht lang. Ab Mai etwa können Sie dann die putzigen gestreiften Jungvögel bei den ersten Ausflügen oder auf dem Rücken der Eltern beobachten.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Um den Bestand der schönen Taucher zu erhalten, ist es wichtig, dass sie während der Brutzeit ungestört bleiben. Vermeiden Sie also, brütenden und jungen Vögeln zu nahezukommen.

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