Löffelente auf dem Wasser.
Löffelente© Foto: Miriam Link

Spatula clypeata

Löffelente

Wer hat sich nicht schon einmal über die Ente mit dem breiten Schnabel gewundert. Keine Sorge, hierbei handelt es sich nicht um einen Unfall oder eine Missbildung. Die Löffelente hat durch ihre besondere Schnabelform nur eine Nische bei der Nahrungssuche gefunden. So hat sie ihr Essbesteck immer parat.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

1.500 - 1.800 Brutpaare

Bestands­trend

- 20 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von April bis September zu beobachten

Größe

44-52 cm groß, Flügelspannweite 73-82 cm

Besonderheit

Der charakteristische löffelförmige Schnabel ist sofort zu erkennen.

Reise

Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Westeuropa und im tropischen Afrika

Funfact

Löffelenten brüten auch in wiedervernässten Hochmooren nach dem Torfabbau.

Das Weibchen hat eine braune Färbung.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Löffelente wirkt kompakt und etwas vorderlastig. Der Kopf des Erpels schimmert dunkelgrün mit gelben Augen. Die Brust ist weiß, die Flügel kastanienbraun. Rücken und Schwanzfedern sind schwarz. Die Beine sind leuchtend rot. Das Weibchen hat einen kräftigen bräunlichen Schnabel. Sie ist braun gefärbt mit gräulich braunen Schuppenmustern.

Während ihrer Durchreise sind Löffelenten am Wattenmeer oder in Brackwassergebieten zu entdecken.© Foto: Frank Derer

Verhalten

Sie wirbelt bei der Futtersuche durch Drehungen schwimmend das Wasser auf. Den Schlamm filtert sie dann mit ihrem Schnabel. Man kann die Löffelente häufig dabei beobachten, wie sie Kreise und Schlangenlinien auf dem Wasser zieht. Sie gründelt und taucht auch gern. Ihr Nest baut sie gut versteckt am Ufer eines Gewässers.

Lebensraum

Der Lebensraum der Löffelente erstreckt sich über Binnengewässer bis hin zu Sumpfgebieten und feuchten Wiesenlandschaften mit Gräben und Tümpeln. Außerhalb der Brutzeit kann man sie auch oft an der Meeresküste und Brackwassern beobachten.

Gefährdung

Die Löffelente ist durch den Rückgang ihrer Bruthabitate gefährdet.

Nahrung

Löffelenten haben einen Trick, um aus dem Wasser das größtmögliche an Nahrung herauszufiltern. Sie nehmen Wasser in ihren breiten Schnabel auf und lassen es seitlich wieder herauslaufen. Die Schnabellamellen filtern dabei Plankton, Wasserflöhe, Insektenlarven, Kaulquappen und Laich heraus.

Stimme/Laute

Der Erpel ruft eher unauffällig ein klopfendes „tok-tok“. Das Weibchen klingt hingegen wie eine Stockente. Beim Auffliegen ist ein „wusch wusch wusch“ durch die Flügelbewegungen zu hören.

Zugverhalten

Sie bricht im Herbst nach Westeuropa und ins tropische Afrika auf, in Deutschland überwintert sie eher selten. Ihr Brutgeschäft verrichtet sie im nördlichen und östlichen Europa. Bei uns trifft man sie auf der Durchreise oder in Norddeutschland auch brütend an.

Beobachtungstipps

Auf ihrer Durchreise können Sie die Löffelente bei uns häufig am Wattenmeer oder in Brackwassergebieten beobachten.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!

Mitglied werden