Es reicht nicht, nur darauf zu hoffen, dass die letzten Schneeleoparden überleben. Helfen Sie uns, die letzten Schneeleoparden zu retten und werden Sie jetzt Schneeleo-Pate oder Patin!
Jetzt informieren, wie Sie Schneeleoparden helfen können!Aufruf zur Teilnahme! Wer gewinnt den NABU-Schneeleopardenpreis 2026?
NABU sucht Schneeleopardenschützer*in des Jahres
Umweltbildung in Kirgistan - Foto: NABU
Sind Sie ein*e leidenschaftliche*r Schneeleopardenschützer*in? Oder kennen Sie eine Person oder Organisation, die einen bemerkenswerten Beitrag zum Schutz des Schneeleoparden geleistet hat? Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) nimmt ab sofort Bewerbungen für den „Snow Leopard Award 2026“ entgegen.
Der Preis umfasst eine Trophäe und ein Preisgeld von 5.000 EUR, das traditionell in ein gemeinsames Schneeleopardenschutzprojekt investiert wird.
Bewerben Sie sich selbst oder nominieren Sie eine andere Person oder Organisation! Bewerbungen können bis zum 14. September 2026 eingereicht werden
Über den NABU-Schneeleopardenpreis
Der NABU-Schneeleopardenpreis wird am Tag des Schneeleoparden, dem 23. Oktober, an Menschen und Organisationen verliehen, die sich in außerordentlichem Maße für die bedrohte Großkatze einsetzen. Der Preis umfasst eine Trophäe sowie ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, das traditionell in ein gemeinsames Schneeleopardenschutzprojekt investiert wird. Der Preis wurde erstmals 2018 verliehen.
Wer kann den Preis gewinnen?
Der NABU freut sich jedes Jahr über Bewerbungen oder Nominierungen von Einzelpersonen oder Organisationen aus den Bereichen Natur- und Artenschutz, Politik, Wissenschaft und Kultur, die sich um den Schutz des Schneeleoparden, seiner Beutetiere oder seines Lebensraums verdient gemacht haben. Zu diesen Beiträgen können Maßnahmen wie die folgenden gehören:
- Initiativen zur Bekämpfung der Wilderei
- Einrichtung oder Verwaltung von Schutzgebieten
- Sensibilisierungs- und Bildungsmaßnahmen
- Bau von raubtiersicheren Gehegen
- Andere innovative Erhaltungsstrategien
Um Ihre Bewerbung oder Nominierung einzureichen, laden Sie dieses Bewerbungsformular herunter, füllen Sie es aus und senden Sie es an snowleopard-award@NABU.de.
Jetzt Schneeleoparden-Patenschaft übernehmen!
Es sind Menschen wie Tshiring Lhamu Lama, die Gebirgskämme durchstreifen, Menschen inspirieren und Brücken zwischen Hirten und Schneeleoparden bauen – mit innovativen, praktischen und gemeindeorientierten Lösungen. Unterstützen sie genau solche Menschen mit einer Schneeleoparden-Patenschaft.
Ja, ich rette SchneeleopardenDie weiteren Preisträger*innen im Überblick
Seit 2018 haben folgende Personen und Organisationen den Schneeleopardenpreis erhalten:
Tshiring Lhamu Lama aus Nepal ist die NABU-Schneeleopardenpreisträgerin 2025. Herzlichen Glückwunsch! - Foto: Sonam Choekyi Lama
Die Schneeleopardenpreisträgerin 2025 ist die außergewöhnliche Naturschützerin Tshiring Lhamu Lama aus Nepal. Dank ihr überleben wieder mehr Schneeleoparden in Nepals Bergregion Dolpo.
Dolpo ist eine abgeschiedene und hoch gelegene Bergregion im Nordwesten Nepals. Sie liegt mitten im Himalaya. Hier ist Tshiring Lhamu Lama geboren und aufgewachsen. Als erste Frau der Gemeinde hat sie einen Masterabschluss im Naturressourcenmanagement gemacht. Heute ist Tshiring Lhamu Lama als Naturschützerin dem Schneeleoparden auf der Spur – zu seinem eigenen Schutz. Denn es gibt ein Problem. Immer wieder werden in Dolpo Schneeleoparden getötet, weil sie in Viehställe von Hirten eindringen und damit deren Existenz bedrohen. In den vergangenen acht Jahren hat Tshiring Lhamu Lama allein elf dieser Tötungen dokumentiert. In der Realität waren es vermutlich noch viel mehr, sagen viele in den Dörfern. Dabei gibt es nur noch rund 90 Schneeleoparden in Dolpo.
Lama gründete Snow Leopard Journey, eine gemeindebasierte Trekking-Initiative, und Snow Leopard Sisters, eine gemeinnützige Organisation. Im Rahmen dieser Organisationen konnte sie bereits 15 junge Naturschützer*innen ausbilden, 100 Hirten erreichen und die Verluste an Vieh in zwei Dörfern um 90 Prozent reduzieren. Für Tshiring Lhamu Lama ist klar: Erst wenn die Verluste an Viehbeständen zurückgehen, haben auch die seltenen Großkatzen in Dolpo eine Zukunft.
Tadschikistan: Davlatkhon Mulloyorov
NABU ehrt Mulloyorovs außergewöhnliches Engagement für den Schutz des Schneeleoparden
Davlatkhon Mulloyorov stammt aus dem Dorf Zighar an der tadschikisch-afghanischen Grenze und hat sich seit den späten 1990er Jahren dem Schutz der bedrohten Schneeleoparden verschrieben. Er arbeitet im Naturschutzgebiet „M-Sayod”, das in seiner Region heute einen sicheren Lebensraum für Schneeleoparden und ihre Beutetiere darstellt. Da der Verlust von Lebensräumen zu den größten Bedrohungen von Schneeleoparden zählt, sind solche sicheren Refugien von unschätzbarem Wert. Mulloyorovs Engagement hat die Region zu einem Vorbild für erfolgreichen Artenschutz gemacht und der Schneeleopardenpopulation zu einem bedeutenden Aufschwung verholfen.
Indien: High Asia Habitat Fund
Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren gehen zurück
In Indien leben nur noch rund 300 Schneeleoparden. Dank des High Asia Habitat Fund sind die Mensch-Wildtier-Konflikte, eine der größten Gefahren für die Großkatze, im indischen Ladakh zurückgegangen. Die erst 2020 gegründete Naturschutzorganisation High Asia Habitat Fund (HAHF) hat in kürzester Zeit bereits herausragende Arbeit zum Schutz des gefährdeten Schneeleoparden geleistet.
Daher ging der NABU-Schneeleopardenpreis 2022 an das Team der Naturschutzorganisation.
Nordpakistan: Naturschutzorganisation BWCDO
Schneeleoparden-Population stabil – dank Baltistan Wildlife Conservation and Development Organization
Seit über zwei Jahrzehnten setzt sich der Wildschutzverein Baltistan Wildlife Conservation and Development Organization dafür ein, dass Menschen, Schneeleoparden und ihre Beutetiere im Hochgebirge von Gilgit-Baltistan friedlich nebeneinander leben können.
Dank der Baltistan Wildlife Conservation and Development Organization sind die Mensch-Wildtier-Konflikte in Baltistan zurückgegangen: Über 90 Schneeleoparden leben in der Region. Der NABU-Schneeleopardenpreis 2021 ging an die Mitglieder des Vereins. Hochverdient!
Kirgisistan: Erines Otorbaev
Scheidender kirgisischer Botschafter erhält Schneeleopardenpreis
In den 1980ern lebten in Kirgisistan noch etwa 1.400 Schneeleoparden, heute nur noch rund 300. Dass es nicht noch weniger Tiere sind, ist dem diplomatischen Geschick von Erines Otorbaev zu verdanken: Der Schneeleopardenpreisträger von 2020 ist ein Wegbereiter des internationalen Artenschutzes.
Erines Otorbaev setzt sich seit 1984 über Ländergrenzen hinweg für den Schneeleopardenschutz ein. Der Schlüssel im Kampf gegen Wilderei und andere Bedrohungen ist die multinationale Zusammenarbeit aller zwölf Verbreitungsstaaten.
Tadschikistan: Burgut
Vorbildliches Engagement des tadschikischen Vereins
NABU-Fachbereichsleiter Internationales Thomas Tennhardt und Burgut-Gründer Makhan Atabev bei der Preisübergabe - Foto: Kurbon Alamshoev
Der gemeindebasierte tadschikische Wildschutzverein Burgut wurde 2019 mit dem Schneeleopardenpreis ausgezeichnet. In seiner Laudatio lobte Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales, das herausragende Engagement des Wildschutzvereins und der lokalen Gemeinden zum Schutz der Natur.
Burgut zeigt, wie Gemeinden Naturschutz und nachhaltige Entwicklung in ihrer Region erfolgreich in Einklang bringen können. Der Verein pachtet Flächen, erklärt diese zum Wildschutzgebiet und unterbindet Weidehaltung und Wilderei durch Patrouillen und Aufklärungsarbeit.
Kirgisistan: Rosa Otunbajewa
Schneeleopardenpreis für ehemalige kirgisische Präsidentin
Der erste Schneeleopardenpreis ging an die ehemalige kirgisische Präsidentin Rosa Otunbajewa.
Dank Otunbajewa und der Vereinbarung sind seitdem große Schritte in Richtung international einheitlicher Schneeleopardenschutz gelungen. Ein Sekretariat wurde eingerichtet, um die Zusammenarbeit zu koordinieren, zahlreiche Lebensräume sind identifiziert und unter Schutz gestellt worden, zwei davon unter der Koordination des NABU. Besonders hervorzuheben ist Otunbajewas Engagement bei der Umsetzung des ersten internationalen Schneeleopardenforums 2013.
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Der NABU engagiert sich seit vielen Jahren auf internationaler Ebene für den Naturschutz und führt modellhafte Projekte durch, in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort. Erfahren Sie mehr über unsere internationale Arbeit für Mensch und Natur. Mehr →
Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Besonders Lebensraumverlust und Wilderei setzen ihnen zu. Erfahren Sie mehr über den „Geist der Berge“ und wie sich der NABU für seinen Schutz einsetzt. Mehr →
Schneeleoparden werden erbarmungslos gejagt – für ihr Fell und ihre Knochen. Das ist illegal, und die Ranger des NABUs sind vor Ort, um die brutalen Wilderer festzunehmen. Helfen Sie uns dabei mit Ihrer Schneeleo-Patenschaft! Mehr →
