Mehr Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel
REWE Group

NABU & REWE Group – der Start einer Erfolgsgeschichte
Bereits 2010 begann die Zusammenarbeit des NABU und der REWE Group im Rahmen des PRO PLANET-Projekts. Diese Zusammenarbeit wurde im Jahr 2015 zu einer strategischen Partnerschaft.
Hierbei wurden weitere thematische Schwerpunkte wie Klimaschutz, Meeresschutz, Verpackungen, Waldschutz und Papier, Ressourcenschonung und die Förderung der biologischen Vielfalt definiert und bearbeitet. Ein wesentlicher Bestandteil der Partnerschaft ist sowohl die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen und Workshops als auch der konstruktive und kritische Austausch.
Somit unterstützt der NABU die REWE Group als wichtiger Impulsgeber und langjähriger Partner bei der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie und der Umsetzung von Projekten.
NABU-Klimafonds – gemeinsam echten Klimaschutz bewirken
Am 26. April 2022 hat der NABU den NABU-Klimafonds gegründet. REWE ist Gründungspartner des NABU-Klimafonds und engagiert sich gemeinsam mit dem NABU für Naturschutzprojekte mit positiver Klimawirkung. Im Rahmen des NABU-Klimafonds werden Projekte wie Moorrenaturierungen und die Wiedervernässung degradierter landwirtschaftlich genutzter Moorflächen gefördert mit dem Ziel, Kohlenstoff in den Böden zu binden und damit Treibhausgasemissionen zu reduzieren. REWE wird in den nächsten fünf Jahren mindestens 25 Millionen Euro in den NABU-Klimafonds einzahlen und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
REWE-Biodiversitätsprojekt – für mehr Artenvielfalt im konventionellen Obst- und Gemüsebau
Gemeinsam mit der REWE Group, Landwirt*innen vor Ort und der Bodensee-Stiftung wurde im Jahr 2010 das REWE-Apfelprojekt ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts wurden von den Landwirt*innen konkrete Maßnahmen umgesetzt, um die Artenvielfalt im konventionellen Apfelanbau zu fördern. Mit Unterstützung der REWE Group, des NABU, dem LBV in Bayern, der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und ihrer Schwesterstiftungen sowie den Landwirt*innen vor Ort weitete sich das Projekt auf Obst- und Gemüse in ganz Deutschland und Teilen Österreichs aus.
Seit 2018 wurden die Biodiversitätsmaßnahmen sukzessive beim Anbau von Chinakohl, Brokkoli, Romana Salatherzen, Eisbergsalat, Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln sowie Kirschen, Birnen, Zwetschgen, Heidelbeeren, Brombeeren und Pflaumen umgesetzt.
NABU-Insektenschutzfonds
In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl an Fluginsekten stark zurückgegangen. Gründe dafür lassen sich unter anderem im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Agrarlandschaften finden. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der NABU gemeinsam mit der REWE Group Mitte 2018 einen Insektenschutzfonds gegründet. Zum Start stellte die REWE Group eine Summe von insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung. Seitdem wird der Fonds jährlich von verschiedenen Unternehmen unterstützt. Der NABU-Insektenschutzfonds ermöglicht die Umsetzung verschiedener Maßnahmen zum Schutz von Insekten, wie zum Beispiel den Kauf von Flächen, die langfristig als artenreicher Lebensraum für Insekten entwickelt und gesichert werden. Die erzielten Erfolge können sich sehen lassen:
Insgesamt wurden bereits 50 Insektenschutzprojekte in ganz Deutschland gefördert. Über 370.000 Quadratmeter Blühfläche wurde angelegt und 170.000 Quadratmeter Fläche konnten erworben werden. So wurden zum Beispiel 25.000 Quadratmeter konventionell bewirtschaftete Ackerflächen gekauft und die Bewirtschaftung eingestellt, damit Entwicklungsmaßnahmen für die Insektenvielfalt umgesetzt werden konnten. Des Weiteren wurden verschiedene Maßnahmen zum Monitoring von Insekten umgesetzt, Blühflächen angelegt oder Landbesitzer*innen und Verpächter*innen in Sachen Insektenförderung beraten. Im Rahmen von Nachhaltigkeitswochen bei REWE und PENNY spendete die REWE Group seit 2019 weitere 40.000 Euro an den NABU-Insektenschutzfonds.
Weitere Projekte – eine Auswahl
Neben den großen Projekten, wie dem NABU-Klimafonds, dem REWE-Biodiversitätsprojekt und dem Insektenschutzfonds, haben der NABU und die REWE Group eine Vielzahl an weiteren Projekten gemeinschaftlich umgesetzt.
Umwelt: „Gemeinsam Boden gut machen“
Mit dem Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ leistet der NABU zusammen mit Landwirt*innen, Verbraucher*innen und Unternehmen – unterstützt von der Alnatura Bio-Bauern-Initiative, kurz ABBI und REWE – einen aktiven Beitrag zur Verbesserung unserer Böden und Gewässer sowie zum Schutz der Artenvielfalt. Über das Projekt werden Landwirt*innen gefördert, die ihren Hof auf biologische Bewirtschaftung umstellen oder ihren bestehenden Bio-Betrieb erweitern wollen.
Ein wichtiger Grund für dieses Engagement ist die Tatsache, dass trotz der hohen Nachfrage nach biologisch und regional erzeugten Lebensmitteln diese derzeit nicht ausreichend in Deutschland produziert werden können, um den Bedarf zu decken. Stattdessen werden immer mehr Bio-Produkte aus dem Ausland importiert.
Biodiversität: Aktion „Stummer Frühling“
Im Frühjahr 2018 hat der NABU zusammen mit der REWE Group die Aktion „Stummer Frühling“ in einer PENNY-Filiale in Langenhagen umgesetzt. Um die Kund*innen auf die unmittelbaren Folgen des Insektensterbens aufmerksam zu machen, wurden in der Filiale sämtliche Produkte aus den Regalen genommen, die es in der bekannten Form nicht mehr gäbe, wenn das Insektensterben unvermindert weitergeht. Von den 2.500 Artikeln im PENNY-Sortiment sind rund 60 Prozent direkt oder indirekt von der Insektenbestäubung abhängig.
Das hieß für die PENNY-Kund*innen: kein Kern- oder Steinobst, kein Fruchtgemüse wie Gurken oder Auberginen, kein Kakao, kein Kaffee, kein Sonnenblumenöl, weniger Gewürze und Honig sowieso nicht. Neben der Aktion im PENNY-Markt sind in allen REWE- und PENNY-Märkten deutschlandweit Pixibücher über die Biene Fibi verteilt worden, die Kinder über das Bienen- und Insektensterben kindgerecht aufklären.
Umwelt: Aktion „Biotonne Deutschland“
Um Verbraucher*innen für den Wertstoff Kompost zu sensibilisieren und dadurch die Menge und Qualität von verwertbaren Bioabfällen zu steigern, haben NABU und REWE im September 2017 die Aktion Biotonne Deutschland ins Leben gerufen. Ein Jahr vorher hatte sich REWE in Kooperation mit dem hessischen Umweltministerium an der Aktion Biotonne Hessen beteiligt.
Acht Wochen lang unterstützten Abfallberater*innen der Kommunen und Wertstoffhöfe sowie Informationsständer in rund 2.000 REWE-Märkten Verbraucher*innen bei Fragen zum Thema Abfall. Unter den Expert*innen waren auch Olaf Tschimpke, ehemaliger Präsident des NABU, sowie Dr. Daniela Büchel, REWE Group Bereichsvorstand für HR und Nachhaltigkeit, als Berater*innen im Einsatz.
Verpackungen: Auslistung der Plastiktüte und Einführung der Mehrwegfrischenetze
Vermeiden, Verringern, Verbessern, so lautet die Nachhaltigkeitsstrategie der REWE Group, wenn es um das Thema Verpackungen geht. In der Praxis zeigt sich die Strategie in der Umsetzung von konkreten Projekten. So hat REWE mit der Unterstützung des NABU im Jahr 2016 als erster großer Lebensmittelhändler mit der Auslistung der Plastiktüte begonnen. Dem Beispiel folgte PENNY 2017.
Anstatt der Plastiktüten werden seitdem alternative Tragetaschen und Einkaufskartons zum Erwerb angeboten. Eine weitere Maßnahme setzten NABU und REWE mit der Einführung des Mehrwegfrischenetzes 2018 um. PENNY folgte 2019 mit einem Mehrwegfrischenetz aus ökologischer Baumwolle.
NABU im REWE Fachbeirat Nachhaltigkeit der REWE Group
Immer mehr Verbraucher*innen achten beim Einkauf von Produkten auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Als Orientierungshilfe hat die REWE Group 2010 das PRO PLANET-Label entwickelt. Bei REWE, PENNY und toom Baumarkt steht das PRO PLANET-Label für Eigenmarkenprodukte, die ökologisch und sozial nachhaltiger produziert worden sind oder erhöhten Tierwohlstandards entsprechen. Somit schafft PRO PLANET einen positiven Beitrag für Mensch, Tier und Umwelt. Die Vergabe des PRO PLANET-Labels erfolgt nach strengen Regeln. Gemeinsam mit dem Fachbeirat Nachhaltigkeit definiert die REWE Group das notwendige Engagement für einzelne Rohstoffe und Warengruppen. Der Fachbeirat Nachhaltigkeit besteht aus NGO-Vertreter*innen und unabhängigen Expert*innen, die ihr Fachwissen einbringen und die gemeinsam die Verwendung des PRO PLANET-Labels freigeben.
Eines der Mitglieder ist Kristian Klöckner, Büroleiter der Fachbereichsleitungen Naturschutzpolitik sowie Klima- und Umweltpolitik beim NABU, der für das Handlungsfeld „Umwelt“ im Fachbeirat Nachhaltigkeit zuständig ist. Inzwischen geht die Arbeit des Fachbeirats Nachhaltigkeit über PRO PLANET hinaus.
Gemeinsam begleitet der Beirat die REWE Group bei ihrem Nachhaltigkeitsengagement und agiert dabei als Ideengeber, Challenger sowie Co-Entwickler und Kommunikator.
Zum Unternehmen
Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von 76,5 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren rund 380.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent.
Unternehmen der REWE Group:
Zum Unternehmen
Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von 76,5 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren rund 380.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent.