Früh wurde die herausragende Bedeutung des Wattenmeers als einmaliges Ökosystem und Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten erkannt. Unter anderem dem Einsatz des NABU ist es zu verdanken, dass die Nationalparke Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (1985), Niedersächsisches Wattenmeer (1986) und Hamburgisches Wattenmeer (1990) ausgewiesen wurden. Konkrete Auslöser für die Einrichtung der Nationalparke waren damals schwerwiegende Eingriffe in das Wattenmeer, unter anderem durch die Eindeichung von Wattflächen.
Der Weg zum Weltnaturerbe
Im Juni 2009 ernannte die UNESCO den größten Teil des niederländischen und deutschen Wattenmeers schließlich sogar zum Weltnaturerbe – die höchste Auszeichnung und der (formal) beste Schutzstatus, den ein Naturraum erhalten kann.
Im Juni 2014 wurde dann das Weltnaturerbegebiet um den dänischen Teil des Wattenmeeres sowie eine seewärtige Erweiterung in Niedersachsen erweitert. Somit ist der gesamte Bereich des deutsch-niederländisch-dänischen Wattenmeers als Weltnaturerbe anerkannt.
Wattenmeer unter Druck
Doch trotz seiner Ausweisung als Nationalpark und UNESCO Weltnaturerbe ist das Wattenmeer heute zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt:
- Neben den Folgen der Klimakrise ist es vor allem die industrielle Übernutzung: Schifffahrt, Fischerei, lineare Infrastruktur, wie Kabel und Pipelines, belasten weiterhin das sensible Ökosystem.
- Hinzu kommen Freizeitaktivitäten wie das Kitesurfen, die die Brut- und Rastvögel im Wattenmeer stören.
Somit besteht trotz des eigentlich hohen Schutzstatus weiterhin Handlungsbedarf. Gemeinsam mit unseren BirdLife-Partnern aus den Niederlanden und Dänemark setzen wir uns deshalb weiter dafür ein, dass das Wattenmeer als weltweit einzigartige und artenreiche Naturlandschaft und Drehkreuz für Millionen von Zugvögeln erhalten bleibt.
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Letzte Aktualisierung: 03/2026
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