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Foto Platzhalter© Foto: Ruth Lankeit

Larus cachinnans

Steppenmöwe

Die Steppenmöwe sieht der Silbermöwe, mit der sie entfernt verwandt ist, sehr ähnlich. Nur ihre langen Beine, der lange Hals und die schlankere Gestalt verraten auf den ersten Blick, dass man es doch mit einer anderen Art zu tun hat. Sie kommt überwiegend nur außerhalb der Brutzeit bei uns vor. Seit einigen Jahren verschiebt sich ihr Bruthabitat jedoch, so wurden auch schon brütende Steppenmöwen in Ostdeutschland und sogar in Berlin nachgewiesen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Extrem selten

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

1100 - 1600 Brutpaare

Bestands­trend

+ 232 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

überwiegend von August bis März zu beobachten

Größe

55-60 cm groß, Flügelspannweite 138-147 cm

Besonderheit

an Küsten und Binnengewässern aller Art anzutreffen

Reise

Wintergast, teilweise Jahresvogel

Funfact

Der wissenschaftliche Name der Steppenmöwe bedeutet übersetzt „Lachmöwe“. Ironischerweise ist sie aber gar nicht die Art, die wir im Deutschen als Lachmöwe bezeichnen.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen© Foto: Ruth Lankeit

Beschreibung

Aussehen

Die Steppenmöwe ist überwiegend weiß mit grauen Flügeln und grauem Rücken. An den Flügelspitzen ist schwarz zu sehen, der Flügelrand ist weiß. Der lange Schnabel ist grüngelb mit rotem Fleck. Die langen Beine variieren zwischen gräulich, gelb und rosa. Im Winter ist der Kopf leicht gestrichelt, der Schnabelfleck ist dunkler.

Verhalten

Als Koloniebrüter kann man Steppenmöwen überwiegend an unzugänglichen Stellen wie kleinen Inseln oder versteckt hinter Schilfgürteln antreffen. Neuerdings wurden auch brütende Steppenmöwen auf Hausdächern beobachtet. Außerhalb der Brutzeit halten sie sich gerne an Küsten auf, wo sie sich zu anderen Möwenarten gesellen.

Lebensraum

Sie brüten an Küsten, Gewässern der Steppe, kleinen Inseln und flachen Ufern, unter anderem auch an Tagebau-Seen. Außerhalb der Brutzeit halten sie sich an allerlei Gewässertypen auf wie Seen, Küsten, Häfen, aber auch an Mülldeponien.

Gefährdung

Steppenmöwen sind trotz deutlicher Bestandszunahme in den letzten Jahren bei uns nur noch selten.

Nahrung

Fisch, Krebse, Würmer und Abfall stehen auf dem Speiseplan.

Stimme/Laute

Sie lässt lange lachende „haaa-haaaaa-haaa-ha-ha-ha-ha-ha-ha-ha“-Rufe von sich hören, die in der Geschwindigkeit und Lautstärke variieren.

Zugverhalten

Überwiegend im Winterhalbjahr sind Steppenmöwen bei uns zu Gast oder als Durchzügler und rastend – dann meist in Küstennähe – zu beobachten. In Deutschland brütende Vögel bleiben ganzjährig oder ziehen im Winter in Küstenregionen der Nord- und Ostsee oder des Mittelmeers.

Beobachtungstipps

Vor allem zur kalten Jahreszeit befinden sich Steppenmöwen häufig in Gruppen mit Silber- und auch Mittelmeermöwen. Halten Sie dann ein gutes Bestimmungsbuch bereit, das Ihnen beim Auseinanderhalten behilflich ist.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Das Melden beringter Steppenmöwen mit Angabe der Ringkombination hilft, die Verbreitung der bei uns noch seltenen Möwe nachzuvollziehen.

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