Mantelmöwe steht auf einem Felsen.
Mantelmöwe© Foto: Mathias Schäf

Larus marinus

Mantelmöwe

Die größte Möwenart Europas ist die Mantelmöwe. Man kann sie das ganze Jahr über an unseren Küsten beobachten. Die beeindruckenden Möwen mit den schwarzen Flügeln sind eher einzeln anzutreffen. Sie zeichnen sich auch durch ihre stoische Ruhe in einer Ansammlung aufgeregt kreischender Möwen aus. Im Winter stoßen Mantelmöwen aus nördlicheren Brutgebieten als Wintergäste dazu.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

160 - 200 Brutpaare

Bestands­trend

+ 194 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

61-74 cm groß, Flügelspannweite 144-170 cm

Besonderheit

jagt oft anderen Vögeln deren Beute ab

Reise

Jahresvogel, nördlichere Vögel überwintern bei uns

Funfact

Mutige Mantelmöwen jagen sogar Seeadlern und Heringshaien die Beute ab.

Junge Mantelmöwe mit noch geflecktem Gefieder© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Ausgefärbte Mantelmöwen haben eine schwärzlich gefärbte Oberseite, die sich stark vom sonst weißen Gefieder abhebt. An den Flügelspitzen lassen sich die weißen Flecken gut erkennen. Der kräftige Schnabel der Mantelmöwen ist gelb mit markantem roten Fleck. Die Beine sind matt rosa. Im Schlichtkleid sind am Kopf leichte Strichelungen zu sehen.

Der Schnabel einer Mantelmöwe zeigt einen markanten roten Fleck.© Foto: Frank Derer

Verhalten

Mantelmöwen erbeuten stoßtauchend Fische, werden aber häufiger dabei beobachtet, wie sie anderen Vögeln die Beute abjagen. Sie segeln majestätisch durch die Lüfte und schlagen nur selten mit den Flügeln. Mantelmöwen brüten oft in anderen Möwenkolonien. Das Nest bauen sie gerne erhöht, beide Eltern kümmern sich um die Jungvögel.

Lebensraum

Mantelmöwen halten sich überwiegend an der Küste auf. An Flussmündungen oder großen Seen in Meeresnähe trifft man sie hin und wieder an. Auch in Häfen kann man sie beobachten. Sie brüten an unwegsamen Orten wie Steilküsten und Felseninseln.

Gefährdung

Mantelmöwen sind nicht gefährdet.

Nahrung

Die Mantelmöwe ernährt sich abwechslungsreich unter anderem von Fisch, Krebsen, Muscheln, Würmern, Eiern und Jungvögeln, Aas und Abfällen.

Stimme/Laute

Sie rufen sehr tief und rau. Unter anderem hört man ein kehlig kratzendes „kao“ von ihnen.

Zugverhalten

Als Jahresvogel kann man die Mantelmöwe ganzjährig bei uns sehen, aber vor allem im Winterhalbjahr.

Beobachtungstipps

Bei uns können Sie Mantelmöwen vor allem in der südwestlichen Ostsee, an den Belten und entlang der Nordseeküste beobachten. Auch in Häfen werden Sie immer wieder auf Mantelmöwen treffen, die dort auf Essensreste und Fischereiabfälle hoffen.

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Was kann ich tun?

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Vogelporträt: Mantelmöwe - NABU