Spornpieper im Gras.
Spornpieper gut getarnt im Gras© Foto: Mathias Schäf

Anthus richardi

Spornpieper

Der Langbeinige unter den Piepern ist zwar ein seltener, aber regelmäßiger Gast auf seinem Weg ins Winterquartier. Bei nur etwa 100 Individuen auf der Durchreise ist es schon ein kleiner Glücksfall, wenn man den größten aller Mitteleuropäischen Pieper zu Gesicht bekommt. Die Chance dafür ist im Herbst an der Nordseeküste am größten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

nicht bekannt

Bestands­trend

nicht bekannt

Steckbrief

Beobachten

von Mitte September bis November zu beobachten

Größe

17-20 cm groß

Besonderheit

lange Beine und aufrechte Haltung

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Südasien und Westeuropa

Funfact

Der Spornpieper hat an den Zehen eine fast schnurgerade Hinterkralle, die biologisch als „Sporn“ bezeichnet wird.

Spornpieper haben besonders lange Beine und eine aufrechte Haltung© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die sehr lange Hinterkralle gibt dem Spornpieper seinen Namen. Er ist langbeinig, mit meist aufgerichteter Haltung und langem Schwanz. Der Rücken ist braun gestreift, die Unterseite weißlich. An der Brust und den Flanken ist er beige, die Brust ist deutlich gestrichelt. Er besitzt einen hellen Überaugenstreif, aber keinen dunklen Zügelstreif.

Nicht zu verwechseln mit:

Brachpieper auf einem Ast.

Anthus campestris

Brachpieper

Früher weit verbreitet, ist der Brachpieper heute selten in Deutschland zu finden. Die für ihn geeigneten Lebensräume werden immer knapper.

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Verhalten

Er fliegt kraftvoll mit langen Bögen und dreht zunächst ein paar Kreise in der Luft. Dann fliegt er wellenförmig und rüttelt oft kurz vor der Landung im Gras. Das Nest baut er mit Grashalmen und Moos in selbst gescharrte Bodenmulden. Brutzeit ist von Mai bis Juni.

Lebensraum

Lebensraum des Spornpiepers sind offene Gelände wie feuchte Grassteppen. Beim Durchzug und im Winterquartier findet man ihn auf Agrarflächen, an Küsten und Ufern.

Gefährdung

Spornpieper gelten als nicht gefährdet.

Nahrung

Der Spornpieper bevorzugt Insekten, Spinnen und Samen.

Stimme/Laute

Vom Spornpieper ist besonders beim Auffliegen ein raues „r-rhip“ oder „schriep“ zu hören. Im Wellenflug singt er schleifend „TSCHIvü-TSCHIvü-TSCHIvü-TSCHIvü“.

Zugverhalten

Der Großteil der Spornpieper zieht im Herbst zum Überwintern in den Süden Asiens. Einige wenige Individuen ziehen jedoch nach Westeuropa.

Beobachtungstipps

Einen Spornpieper beobachtet man in Deutschland am besten von Mitte September bis November. Die besten Chancen hat man an der Norseeküste, besonders gut eignet sich, wie so oft, die „Vogelinsel“ Helgoland. Der NABU Hamburg bietet regelmäßig Exkursionen auf die Insel an:

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