Skua an Land.
Skua an Land© Foto: Frank Derer

Stercorarius skua

Skua

Diese Raubmöwe verbringt einen Großteil ihrer Zeit auf dem Meer. Zum Brüten zieht es sie in Kolonien auf entlegene Inseln, küstennahe Moore oder in Tundren im Norden Skandinaviens und Schottlands. Sie hat ein überwiegend braunes Gefieder und ernährt sich in erster Linie von Fisch. Diesen erbeutet sie jedoch selten selbst, sondern jagt ihn anderen Vögeln ab oder liest ihn hinter Booten von der Wasseroberfläche auf. Bei uns kann man sie nur sehr selten als Durchzügler an den Küsten beobachten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

300 Individuen

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

abnehmend

Steckbrief

Beobachten

sehr selten auf dem Durchzug zu beobachten

Größe

50-58 cm groß

Besonderheit

sehr große Raubmöwe

Reise

Zugvogel

Funfact

Ihrem Nest sollte man nicht zu nah kommen – sie scheut nicht davor zurück, es auch vor einem Menschen aggressiv zu verteidigen.

Im Flug zeigen Skuas markante, weiße Flügelflächen (Flügelspiegel), die wie ein kurzes Aufblinken wirken© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Die Skua ist eine etwa silbermöwengroße mächtige Raubmöwe. Das Gefieder adulter Tiere ist überwiegend dunkel- und hellbraun gemustert. Auf den Flügeln sind an der Ober- und Unterseite weiße Flächen zu erkennen. Ihr Schnabel ist sehr kräftig.

Verhalten

Schnell und geschickt verfolgt sie andere Meeresvögel, bis diese sich geschlagen geben und ihre Beute abgeben. Dieses Verhalten bezeichnet man auch als „Kleptoparasitismus“. Ihr Nest baut sie in flachen Bodenmulden und vertedigt es aggressiv.

Lebensraum

Sie lebt überwiegend auf dem offenen Meer. Nur zum Brüten begibt sie sich in sehr abgelegene Gebiete. Auf entlegenen Inseln, in Mooren oder Tundren baut sie ihr Nest in flachen Bodenmulden.

Gefährdung

Da man die Skua in Deutschland nur als Durchzügler beobachten kann, taucht sie nicht auf unserer Roten Liste der Brutvögel auf. In Europa gilt sie als ungefährdet.

Nahrung

Die Skua ernährt sich opportunistisch. Sie jagt anderen Vögeln Fisch ab oder frisst auch kleinere Seevögel, Eier und Aas.

Stimme/Laute

Bei der Balz gibt sie ein gepresst rollendes „tchirr“ von sich.

Zugverhalten

Die Skua überwintert auf dem Nord- und Südatlantik. Als Durchzügler kann man sie nur an Deutschlands Küsten beobachten.

Beobachtungstipps

Diese riesige Raubmöwe ist nur selten zu beobachten. Die besten Chancen hat man außerhalb der Brutzeit auf den Nordfriesischen Inseln oder Helgoland. Die Hamburger Hallig beispielsweise ist ein wichtiges Schutz- und Rastgebiet im nordfriesischen Wattenmeer, in dem gelegentlich auch Skua (Raubmöwen) als Durchzügler oder Gäste beobachtet werden.

Zur Hamburger Hallig

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Monitoring auf der Vogelinsel Trischen

Skuas gesichtet

Auf der vom NABU betreuten Vogelinsel Trischen im Wattenmeer protokollieren NABU-Vogelwart*innen regelmäßig auftauchende Skuas. Die Vögel werden dort vor allem im Sommer und nach schweren Herbststürmen gesichtet.

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Weitere Raubmöwen kennenlernen

Vogelporträt: Skua - NABU