
Stercorarius skua
Skua
Diese Raubmöwe verbringt einen Großteil ihrer Zeit auf dem Meer. Zum Brüten zieht es sie in Kolonien auf entlegene Inseln, küstennahe Moore oder in Tundren im Norden Skandinaviens und Schottlands. Sie hat ein überwiegend braunes Gefieder und ernährt sich in erster Linie von Fisch. Diesen erbeutet sie jedoch selten selbst, sondern jagt ihn anderen Vögeln ab oder liest ihn hinter Booten von der Wasseroberfläche auf. Bei uns kann man sie nur sehr selten als Durchzügler an den Küsten beobachten.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
300 Individuen
Bestandstrend
abnehmend
Steckbrief
Beobachten
sehr selten auf dem Durchzug zu beobachten
Größe
50-58 cm groß
Besonderheit
sehr große Raubmöwe
Reise
Zugvogel
Funfact
Ihrem Nest sollte man nicht zu nah kommen – sie scheut nicht davor zurück, es auch vor einem Menschen aggressiv zu verteidigen.
Beschreibung
Aussehen
Die Skua ist eine etwa silbermöwengroße mächtige Raubmöwe. Das Gefieder adulter Tiere ist überwiegend dunkel- und hellbraun gemustert. Auf den Flügeln sind an der Ober- und Unterseite weiße Flächen zu erkennen. Ihr Schnabel ist sehr kräftig.
Verhalten
Schnell und geschickt verfolgt sie andere Meeresvögel, bis diese sich geschlagen geben und ihre Beute abgeben. Dieses Verhalten bezeichnet man auch als „Kleptoparasitismus“. Ihr Nest baut sie in flachen Bodenmulden und vertedigt es aggressiv.
Lebensraum
Sie lebt überwiegend auf dem offenen Meer. Nur zum Brüten begibt sie sich in sehr abgelegene Gebiete. Auf entlegenen Inseln, in Mooren oder Tundren baut sie ihr Nest in flachen Bodenmulden.
Gefährdung
Da man die Skua in Deutschland nur als Durchzügler beobachten kann, taucht sie nicht auf unserer Roten Liste der Brutvögel auf. In Europa gilt sie als ungefährdet.
Nahrung
Die Skua ernährt sich opportunistisch. Sie jagt anderen Vögeln Fisch ab oder frisst auch kleinere Seevögel, Eier und Aas.
Stimme/Laute
Bei der Balz gibt sie ein gepresst rollendes „tchirr“ von sich.
Zugverhalten
Die Skua überwintert auf dem Nord- und Südatlantik. Als Durchzügler kann man sie nur an Deutschlands Küsten beobachten.
Beobachtungstipps
Diese riesige Raubmöwe ist nur selten zu beobachten. Die besten Chancen hat man außerhalb der Brutzeit auf den Nordfriesischen Inseln oder Helgoland. Die Hamburger Hallig beispielsweise ist ein wichtiges Schutz- und Rastgebiet im nordfriesischen Wattenmeer, in dem gelegentlich auch Skua (Raubmöwen) als Durchzügler oder Gäste beobachtet werden.
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