Singschwäne im Überwinterungsgebiet.
Singschwäne im Überwinterungsgebiet© Foto: Christoph Moning

Cygnus cygnus

Singschwan

Der Singschwan ist in etwa so groß wie der Höckerschwan, ähnelt aber mit dem gelb-schwarzen Schnabelmuster äußerlich deutlich mehr dem Zwergschwan. Er brütet vor allem in Skandinavien und Russland, mittlerweile jedoch auch an wenigen Orten in Deutschland. Den Winter verbringt er regelmäßig an Ost- und Nordseeküste sowie großen Binnengewässern Norddeutschlands, aber auch in Großbritannien und am östlichen Mittelmeer. Er ist deutlich scheuer als der Höckerschwan.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Extrem selten

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

100 - 140 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 3276 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

140-160 cm groß

Besonderheit

langer, keilförmiger Schnabel

Reise

Kurz- und Langstreckenzieher

Funfact

Singschwäne ziehen häufig als Familie ins Überwinterungsgebiet, trennen sich dann aber im Frühjahr auf dem Rückzug.

Wenn Singschwäne fliegen, erzeugen ihre Flügel im Gegensatz zu anderen Schwänen ein völlig geräuschloses, fast lautloses Gleiten© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der adulte Singschwan ist in etwa so groß wie der Höckerschwan und besitzt ein weißes Gefieder, wobei der Kopf und der Hals auch häufig schmutzig rostfarben sind. Sein Hals ist lang und häufig sehr gerade. Der Schnabel ist keilförmig, und im Unterschied zum Zwergschwan reicht die gelbe Farbe häufig bis über das Nasenloch hinaus. Die Schnablespitze ist schwarz.

Höckerschwan schwimmt auf dem Wasser.

Cygnus olor

Höckerschwan

Der Höckerschwan ist der bei uns am häufigsten vorkommende Schwan. Er brütet an Gewässern und zeigt sich relativ unanfällig Störungen gegenüber.

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Zwergschwan sitzt auf einem angefrorenen Acker, andere Zwergschwäne im Hintergrund.

Cygnus columbianus bewickii

Zwergschwan

Der Zwergschwan ist bei uns nur ein Wintergast, seine Brutgebiete liegen in Nordrussland und Sibirien. Er ist eine kleinere Variante des Singschwans.

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Verhalten

Singschwäne sind im Winter gesellige Tiere, dem Menschen gegenüber aber sehr scheu. Ihre Nester bauen sie aus Wasserpflanzen und Moosen auf Seen.

Lebensraum

Er brütet auf ruhigen Moor- und Waldseen. Den Winter verbringt er auf Wiesen in der Nähe von störungsarmen Gewässern.

Gefährdung

Der Singschwan ist eine Art mit geografischer Restriktion in Deutschland. Global ist sein Bestand nicht gefährdet.

Nahrung

Die Ernährung ist hauptsächlich pflanzlich. Er frisst Blätter, Knospen, Samen und Wurzeln verschiedener Pflanzen.

Stimme/Laute

Der Ruf des Singschwans ist laut und trompetend. Er ist generell sehr stimmfreudig

Zugverhalten

Als Kurz- und Langstreckenzieher überwintert er an den Küsten Mitteleuropas und Großbritanniens, seltener auch im Binnenland.

Beobachtungstipps

Der Singschwan überwintert vor allem im Norden Deutschlands. Da er sehr scheu ist, kann man ihn nur schwer zu Gesicht bekommen. 

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Singschwan und Zwergschwan sind sehr scheu und störungsanfällig. Nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie sind sie besonders geschützt. An Feldern oder Wiesen mit überwinternden Schwänen sollte man sich daher vorsichtig verhalten und Hunde unbedingt anleinen.

Das macht der NABU

NABU-Naturparadies Grünhaus

Sicherer Rastplatz für Singschwäne

Mit dem Naturparadies Grünhaus bewahrt die NABU-Stiftung hier fast 2.000 Hektar für heimische Tiere und Pflanzen sowie für Gäste auf der Durchreise.

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