Trauerschwan
Männliche und weibliche Schwarzschwäne sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden© Foto: Mathias Schäf

Cygnus atratus

Schwarzschwan

Der Schwarzschwan oder auch Trauerschwan kommt ursprünglich aus Australien. Bei uns haben sich ausgesetzte Tiere und Gefangenschaftsflüchtlinge mittlerweile zu einer selbst erhaltenden kleinen Population entwickelt. Diese ist vor allem auf den Raum Nordrhein-Westfalen eingegrenzt. Der elegante schwarze Schwan mit dem langen Hals brütet bei uns sogar im Winter.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

15 - 25 Brutpaare

Bestands­trend

nicht bekannt

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig bei uns zu sehen

Größe

110-120 cm groß, Flügelspannweite 160-180 cm

Besonderheit

schwarzer Schwan mit rotem Schnabel

Funfact

Schwarzschwäne haben 31 Halswirbel, durch die sie besonders gut unter Wasser nach Nahrung suchen können.

Während Höckerschwäne weitgehend stumm sind, ist der Schwarzschwan sehr stimmfreudig© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Schwarzschwan ist fast vollständig schwarz gefärbt, bis auf die weißen Hand- und Armschwingen. Der Hals ist länger als beim Höckerschwan. Augen und Schnabel sind auffallend rot. An der Schnabelspitze ist zudem eine weiße Binde zu sehen. Das Weibchen ist geringfügig kleiner. Die Jungvögel sind hellgrau und sehr flauschig.

Verhalten

Sie sind gesellig und oft in größeren Gruppen unterwegs, auch die Nester werden in Kolonien angelegt. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen. Schwarzschwäne sind ihrem Geburtsort sehr treu und bleiben im weiträumigeren Einzugsgebiet. Innerhalb wechseln sie jedoch häufig bei Störungen und je nach Wasserstand den Standort.

Lebensraum

Schwarzschwäne sind gerne auf Seen, Flussmündungen und Binnengewässern unterwegs. Sie bevorzugen seichtes Wasser mit wenig Strömung. Auch Überschwemmungsflächen suchen sie zur Nahrungssuche auf.

Gefährdung

Schwarzschwäne sind nicht gefährdet.

Nahrung

Wasserpflanzen, Algen, im Winter aber auch Getreide und Mais fressen die schwarzen Schwäne gerne.

Stimme/Laute

Er trompetet sehr laut und musikalisch. Weiterhin nutzt er summende und pfeifende Laute, um sich zu verständigen.

Zugverhalten

Schwarzschwäne bleiben das ganze Jahr über bei uns.

Beobachtungstipps

Frei lebende Vögel sieht man überwiegend im Westen Deutschlands und dort innerhalb bestimmter Regionen entlang der Ruhr. Am Kemnader See und an den angrenzenden Ruhr-Auen lassen sich immer wieder einzelne Paare oder kleine Gruppen beobachten. Der NABU Bochum bietet regelmäßig geführte Vogelexkursionen am Kemnader See an:

Exkursionen an den Kemnader See

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie deinen Schutz. Unterstütze uns und werde NABU-Mitglied!

Mitglied werden

Weitere Schwäne kennenlernen

Vogelporträt: Schwarzschwan - NABU