
Fringilla montifringilla
Bergfink
Im Winter bekommen wir regelmäßig Besuch von Bergfinken, die sonst weiter oben im Nordosten ihren Sommer verbringen. Bergfinken mischen sich im Winter häufig unter unsere heimischen Finken und suchen gerne Futterhäuschen auf. In Süddeutschland kann man in bucheckernreichen Jahren das Phänomen riesiger millionenstarker Bergfinkenschwärme beobachten.
Flugruf
Aufgenommen von Lars Lachmann/XC1050303
Gesang
Aufgenommen von Matthias Feuersenger/XC128572
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
Über 1 Mio. Individuen
Bestandstrend
stabil
Steckbrief
Beobachten
von Oktober bis März bei uns zu beobachten
Größe
14-16 cm groß
Besonderheit
in manchen Wintern in riesigen Schwärmen unterwegs
Reise
Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Mittel- und Südeuropa
Funfact
In einer kleinen Stadt in der Pfalz war die „Bohämmerjagd“ bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine beliebte Männerbeschäftigung im Winter. Mit Blasrohren ausgestattet zogen sie los und erlegten die „Bohämmer“. Die Vögel saßen eng aufgereiht und rückten einfach nach, wenn durch Abschuss eine Lücke entstand.
Beschreibung
Aussehen
In Größe und Form ist er dem Buchfink ähnlich, jedoch hat der Bergfink eine deutlich orange gefärbte Brust und Schulterpartie. Der Bauch ist zudem weiß, wie auch der Bürzel. Das Weibchen ist unauffälliger mit braunem und grauem Kopf. Der Kopf des Männchens ist im Prachtkleid blauschwarz, im Schlichtkleid rostbraun und schwarz gescheckt.

Verhalten
Bei uns trifft man Bergfinken vor allem in Gruppen mit anderen Finken an. Zur Nacht schließen sie sich zu großen Schlafgesellschaften zusammen und rücken sehr dicht aneinander. Insgesamt sitzen und fliegen sie dichter beieinander als Buchfinken. Ihr Futter suchen sich Bergfinken überwiegend am Boden.
Lebensraum
Bergfinken bewohnen im Sommer lichte Birken- und Nadelwälder Skandinaviens und Nordosteuropas. Im Winter bevorzugen sie Äcker und Gärten, vor allem mit Futterstellen, in Mitteleuropa.
Gefährdung
Bergfinken sind nicht gefährdet.
Nahrung
Die Nahrung der Bergfinken besteht im Sommer vor allem aus Insekten und Larven. Im Winter fressen sie Bucheckern, Nüsse, Sämereien und Getreide.

Stimme/Laute
Sein quäkendes, hartes „dschäe“ oder „tä-ÄHP“ ist charakteristisch. Im Flug stößt er wiederholt ein hartes, kurzes „jäk“ aus. Sein einfacher Gesang klingt monoton und melancholisch. Dabei reiht er einzelne „rrrrrrrrhüh“-Rufe aneinander.
Zugverhalten
Bergfinken verlassen ihr Brutrevier im Winter komplett und ziehen nach Mittel- und Südeuropa. Als Wintergast kann man sie in ganz Deutschland sehen. Im Frühling ziehen sie zurück ins nördliche Europa.
Beobachtungstipps
Sie finden Bergfinken bei uns oft in Gruppen mit Buchfinken. Am Futterhaus lohnt es sich also, genau hinzuschauen. Im Gegensatz zu Buchfinken haben Bergfinken eine orange Brust und einen weißen Bürzel. Die Seiten sind außerdem oft dunkel gefleckt.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Mit Sonnenblumenkernen kannst du dem Bergfinken am Futterhaus eine große Freude machen. Als natürlichere Nahrungsquelle fressen sie im Winter vor allem Bucheckern. Alle Infos zur Vogelfütterung findest du hier.




