Bergfink
Männlicher Bergfink im Schlichtkleid© Foto: Frank Derer

Fringilla montifringilla

Bergfink

Im Winter bekommen wir regelmäßig Besuch von Bergfinken, die sonst weiter oben im Nordosten ihren Sommer verbringen. Bergfinken mischen sich im Winter häufig unter unsere heimischen Finken und suchen gerne Futterhäuschen auf. In Süddeutschland kann man in bucheckernreichen Jahren das Phänomen riesiger millionenstarker Bergfinkenschwärme beobachten.

Flugruf

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Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus „Vögel in Deutschland“ 2019 (Datenquelle: DDA/BfN/LAG VSW).

Über 1 Mio. Individuen

Bestands­trend

Der Bestandstrend (1980 – 2005) stammt aus der Roten Liste wandernder Vogelarten Deutschlands 2013.

stabil

Steckbrief

Beobachten

von Oktober bis März bei uns zu beobachten

Größe

14-16 cm groß

Besonderheit

in manchen Wintern in riesigen Schwärmen unterwegs

Reise

Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Mittel- und Südeuropa

Funfact

In einer kleinen Stadt in der Pfalz war die „Bohämmerjagd“ bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine beliebte Männerbeschäftigung im Winter. Mit Blasrohren ausgestattet zogen sie los und erlegten die „Bohämmer“. Die Vögel saßen eng aufgereiht und rückten einfach nach, wenn durch Abschuss eine Lücke entstand.

Wer am winterlichen Futterhäuschen einen orangen Buchfinken entdeckt, hat vermutlich einen Bergfinken zu Gast© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

In Größe und Form ist er dem Buchfink ähnlich, jedoch hat der Bergfink eine deutlich orange gefärbte Brust und Schulterpartie. Der Bauch ist zudem weiß, wie auch der Bürzel. Das Weibchen ist unauffälliger mit braunem und grauem Kopf. Der Kopf des Männchens ist im Prachtkleid blauschwarz, im Schlichtkleid rostbraun und schwarz gescheckt.

Nicht zu verwechseln mit:

Buchfink

Fringilla coelebs

Buchfink

Überall zu Hause: Buchfinken zählen zu den häufigsten Vögeln Europas und sind leicht an ihrem charakteristischen Gesang zu erkennen.

Jetzt lesen
Bergfink im Prachtkleid© Foto: Frank Derer

Verhalten

Bei uns trifft man Bergfinken vor allem in Gruppen mit anderen Finken an. Zur Nacht schließen sie sich zu großen Schlafgesellschaften zusammen und rücken sehr dicht aneinander. Insgesamt sitzen und fliegen sie dichter beieinander als Buchfinken. Ihr Futter suchen sich Bergfinken überwiegend am Boden.

Lebensraum

Bergfinken bewohnen im Sommer lichte Birken- und Nadelwälder Skandinaviens und Nordosteuropas. Im Winter bevorzugen sie Äcker und Gärten, vor allem mit Futterstellen, in Mitteleuropa.

Gefährdung

Bergfinken sind nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nahrung der Bergfinken besteht im Sommer vor allem aus Insekten und Larven. Im Winter fressen sie Bucheckern, Nüsse, Sämereien und Getreide.

Bergfink an verdorrter Sonnenblume© Foto: Kathy Büscher, NABU Rinteln

Stimme/Laute

Sein quäkendes, hartes „dschäe“ oder „tä-ÄHP“ ist charakteristisch. Im Flug stößt er wiederholt ein hartes, kurzes „jäk“ aus. Sein einfacher Gesang klingt monoton und melancholisch. Dabei reiht er einzelne „rrrrrrrrhüh“-Rufe aneinander.

Zugverhalten

Bergfinken verlassen ihr Brutrevier im Winter komplett und ziehen nach Mittel- und Südeuropa. Als Wintergast kann man sie in ganz Deutschland sehen. Im Frühling ziehen sie zurück ins nördliche Europa.

Beobachtungstipps

Sie finden Bergfinken bei uns oft in Gruppen mit Buchfinken. Am Futterhaus lohnt es sich also, genau hinzuschauen. Im Gegensatz zu Buchfinken haben Bergfinken eine orange Brust und einen weißen Bürzel. Die Seiten sind außerdem oft dunkel gefleckt.

Futter im NABU-Shop

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Mit Sonnenblumenkernen kannst du dem Bergfinken am Futterhaus eine große Freude machen. Als natürlichere Nahrungsquelle fressen sie im Winter vor allem Bucheckern. Alle Infos zur Vogelfütterung findest du hier.

Weitere häufige Wintervögel kennenlernen

Vogelporträt: Bergfink - NABU