© Foto: Christoph Moning

Bucephala clangula

Schellente

Die kleine Schellente ist eher scheu und sucht sich lieber stillere Gewässer zum Brüten. Im Winter trifft man sie in etwas größeren Gruppen an den Küsten und auf Brackwasserseen und Binnengewässern an. Dann kann man sie sogar bei der Balz beobachten, da die Schellente schon im Spätwinter damit beginnt.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

3.700 - 4.900 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 70 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

40-48 cm groß, Flügelspannweite 62-77 cm

Besonderheit

Im Flug erzeugen die Flügel ein klingendes Geräusch wie von kleinen Schellen.

Reise

Kurzstreckenzieher und Standvogel

Funfact

Die gerade geschlüpften Schellentenküken springen aus den Nisthöhlen zum Teil über zehn Meter auf den Boden und tun sich nichts.

Beschreibung

Aussehen

Die Erpel haben im Prachtkleid einen schwarzen Kopf mit grünem Glanz und rundem weißem Zügelfleck. Der Körper ist weiß, Heck und Rücken sind schwarz. Der Kopf des Weibchens ist braun, der Körper matt graubraun. Im Prachtkleid ist ihre Schnabelspitze gelb gefärbt. Bei beiden Geschlechtern ist die gelbe Iris auffallend. Die Schnäbel sind grau.

Verwechslungskandidat Reiherente

Reiherente auf dem Wasser.

Aythya fuligula

Reiherente

Die Reiherente überwintert in großer Zahl an unseren Gewässern. An ihrem markanten Schopf, ähnlich dem eines Reihers, kann man sie gut erkennen.

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Verhalten

Auf ihren Tauchgängen nach Nahrung kann die Schellente bis zu acht Meter tief tauchen. Tagsüber sieht man sie auch vereinzelt, zum Schlafen in größeren Gruppen. Bei der Balz legt das Männchen seinen Kopf auf dem Rücken ab und streckt dann mit hoch aufgerichtetem Schnabel den Hals. Ihr Nest baut die Schellente in Baumhöhlen oder Nistkästen.

Lebensraum

Die Schellente brütet bevorzugt an stehenden Gewässern wie Waldseen und Teichen mit unmittelbarem Baumbestand. Zur Rast und im Winterquartier hält sie sich an Seen und Flüssen, auf Binnengewässern und im flachen Meer in Küstennähe auf.

Gefährdung

Schellenten sind nicht gefährdet.

Nahrung

Schellenten fressen gerne Insekten, Muscheln, Schnecken, Krebstiere, kleine Fische und Wasserpflanzen.

Stimme/Laute

Insgesamt ist sie sehr still, der Erpel ruft ab und zu ein raues, nasales „gwirr“ oder „gwää“. Als Balzruf kommt noch ein doppeltes, etwas gequetscht nasales „kwi-kirr“ oder „kwäk-ärr“ dazu. Das Weibchen ruft weicher „braa-brra“ oder „garr-garr“.

Zugverhalten

Standvögel weichen im Winter auf größere Gewässer und Meeresküsten aus. Schellenten aus dem Nordosten überwintern in Mitteleuropa und ziehen im Frühling zurück.

Beobachtungstipps

In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland kannst du die Natur hautnah erleben. Erlebe bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und triff Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

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Aktiv werden

Was kann ich tun?

An ruhigen Gewässern mit Altholz und Baumbestand kann das Anbringen von Nisthilfen für Schellenten die Brutplatzwahl erleichtern. Wende dich gerne an deinen örtlichen Naturschutzbund, um eine geeignete Nisthilfe und einen guten Standort zu finden. Hier findest du Bau-Anleitungen

Das macht der NABU

Nistkasten für Vögel

NABU-Forschungsprojekt in Schleswig-Holstein

Nisthilfen für die Schellente

Nistkästen sind fester Bestandteil des praktischen Naturschutzes, helfen Gebäudebrütern oder Gartenvögeln. Doch auch für die offene Landschaft gibt es Nisthilfen, etwa für Schellenten.

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