
Bucephala clangula
Schellente
Die kleine Schellente ist eher scheu und sucht sich lieber stillere Gewässer zum Brüten. Im Winter trifft man sie in etwas größeren Gruppen an den Küsten und auf Brackwasserseen und Binnengewässern an. Dann kann man sie sogar bei der Balz beobachten, da die Schellente schon im Spätwinter damit beginnt.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
3.700 - 4.900 Brutpaare
Bestandstrend
+ 70 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
40-48 cm groß, Flügelspannweite 62-77 cm
Besonderheit
Im Flug erzeugen die Flügel ein klingendes Geräusch wie von kleinen Schellen.
Reise
Kurzstreckenzieher und Standvogel
Funfact
Die gerade geschlüpften Schellentenküken springen aus den Nisthöhlen zum Teil über zehn Meter auf den Boden und tun sich nichts.
Beschreibung
Aussehen
Die Erpel haben im Prachtkleid einen schwarzen Kopf mit grünem Glanz und rundem weißem Zügelfleck. Der Körper ist weiß, Heck und Rücken sind schwarz. Der Kopf des Weibchens ist braun, der Körper matt graubraun. Im Prachtkleid ist ihre Schnabelspitze gelb gefärbt. Bei beiden Geschlechtern ist die gelbe Iris auffallend. Die Schnäbel sind grau.
Verhalten
Auf ihren Tauchgängen nach Nahrung kann die Schellente bis zu acht Meter tief tauchen. Tagsüber sieht man sie auch vereinzelt, zum Schlafen in größeren Gruppen. Bei der Balz legt das Männchen seinen Kopf auf dem Rücken ab und streckt dann mit hoch aufgerichtetem Schnabel den Hals. Ihr Nest baut die Schellente in Baumhöhlen oder Nistkästen.
Lebensraum
Die Schellente brütet bevorzugt an stehenden Gewässern wie Waldseen und Teichen mit unmittelbarem Baumbestand. Zur Rast und im Winterquartier hält sie sich an Seen und Flüssen, auf Binnengewässern und im flachen Meer in Küstennähe auf.
Gefährdung
Schellenten sind nicht gefährdet.
Nahrung
Schellenten fressen gerne Insekten, Muscheln, Schnecken, Krebstiere, kleine Fische und Wasserpflanzen.
Stimme/Laute
Insgesamt ist sie sehr still, der Erpel ruft ab und zu ein raues, nasales „gwirr“ oder „gwää“. Als Balzruf kommt noch ein doppeltes, etwas gequetscht nasales „kwi-kirr“ oder „kwäk-ärr“ dazu. Das Weibchen ruft weicher „braa-brra“ oder „garr-garr“.
Zugverhalten
Standvögel weichen im Winter auf größere Gewässer und Meeresküsten aus. Schellenten aus dem Nordosten überwintern in Mitteleuropa und ziehen im Frühling zurück.
Beobachtungstipps
In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland kannst du die Natur hautnah erleben. Erlebe bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und triff Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten. Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Aktiv werden
Was kann ich tun?
An ruhigen Gewässern mit Altholz und Baumbestand kann das Anbringen von Nisthilfen für Schellenten die Brutplatzwahl erleichtern. Wende dich gerne an deinen örtlichen Naturschutzbund, um eine geeignete Nisthilfe und einen guten Standort zu finden. Hier findest du Bau-Anleitungen









