Schnatterentenerpel
© Foto: Mathias Schäf

Mareca strepera

Schnatterente

Die Schnatterente ähnelt auf den ersten Blick so sehr der weiblichen Stockente, dass man diese schnell verwechseln kann. Durch die vielen Hybridkreuzungen ist es heute sogar noch etwas kniffliger, die vielen Enten auseinander zu halten. Die Schnatterente fällt aber – wie ihr Name schon vermuten lässt – durch ihre Art der Nahrungssuche auf. Sie durchschnattert das Wasser mit ihrem Schnabel.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

8.500 - 11.500 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 116 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von März bis Oktober zu beobachten

Größe

46-56 cm groß, Flügelspannweite 78-90 cm

Besonderheit

Flügelspiegel als Erkennungszeichen

Reise

Kurzstreckenzieher, überwintert in Westeuropa

Funfact

Dank ihrem durchsichtigen dritten Augenlid können sie selbst im Ruhezustand Hindernissen kollisionsfrei ausweichen und legen so im "Schlaf" Hunderte von Metern zurück.

Vorne eine weibliche Schnatterernte, dahinter der Schnatterentenerpel© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Erpel ist grau gefärbt und braun meliert mit schwarzem Hinterteil. Der Schnabel ist im Prachtkleid dunkelgrau. Auffallend ist der weiße Spiegel. Im Schlichtkleid ähnelt er dem Weibchen. Es hat einen grauen Kopf, der Körper ist beige-braun gemustert. Die Schnabelkanten sind jedoch orange.

Verwechslungskandidat Stockente

Stockentenerpel

Anas platyrhynchos

Stockente

Das Quaken der Stockente ist uns wohl das Vertrauteste beim Besuch am Ententeich. Der Erpel hat einen grünen Kopf, das Weibchen ein braunes Tarnkleid.

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Verhalten

Das schlammige Wasser der Uferzonen durchschnattert die Ente mit ihrem Schnabel. Dabei bleibt sie lieber an der Wasseroberfläche und gründelt eher selten. Sie ist tag- und nachtaktiv. Auch in der Brutzeit ist sie verträglich mit Artgenossen. Ihre Nester können sehr nah beieinander liegen, sodass sie fast schon kolonieartig auftreten kann.

Lebensraum

Schnatterenten bevorzugen vegetationsreiche und nährstoffreiche Feuchtgebiete. Sie mögen sowohl Süß- als auch Brackwasser. Flache Gewässer ziehen sie vor. Gerne brüten sie auch in Möwenkolonien.

Schnatterenten brauchen nährstoffreiche Feuchtgebiete zur Nahrungssuche und zum Brüten© Foto: Mathias Schäf

Gefährdung

Die Schnatterente ist nicht gefährdet.

Nahrung

Sie ernährt sich überwiegend vegetarisch von Wasserpflanzen, Gräsern, deren Sämereien und Wurzeln. Ab und zu nimmt sie aber auch Käfer, Insekten, Weichtiere oder kleine Fische zu sich.

Stimme/Laute

Zur Balzzeit pfeift der Erpel ein hohes „pjiii“, sonst ruft er tief und kurz „ährp, ährp“. Das Weibchen quakt ähnlich wie die Stockente, nur etwas härter „kwäähk kwäähk kwäähk“.

Zugverhalten

Schnatterenten brüten überwiegend in Teilen Mittel- und Osteuropas. Ihre Brutgebiete sind stark abhängig von den jährlichen Klimabegebenheiten. Sie fliegen im Winter nach Süd- und Westeuropa.

Beobachtungstipps

Achte bei der Entenbeobachtung auf den Spiegel. Ist er weiß, hast du vermutlich eine Schnatterente vor dir. Die NABU-Gruppen kennen die besten Beobachtungspunkte und geben Auskunft über die Zugvögel, hier findest du alle Termine:

Alle Birdwatch-Termine

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Vogelporträt: Schnatterente - NABU