Mittelsäger auf dem Wasser.
Mittelsäger© Foto: Frank Derer

Mergus serrator

Mittelsäger

Der Mittelsäger ist in etwa stockentengroß und somit etwas kleiner als der Gänsesäger und etwas größer als der Zwergsäger – also genau in der Mitte. In Deutschland lebt er ausschließlich im Norden. Er brütet an Meeresbuchten oder im Binnenland der Taiga und Tundra in Skandinavien sowie in Russland und Großbritannien. Dort brütet er häufig in einem Bodennest, versteckt unter Büschen. Das Männchen hat ein auffälliges Äußeres. Er ernährt sich in erster Linie von Fischen, die er tauchend fängt.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

280 - 340 Brutpaare

Bestands­trend

- 21 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

52-58 cm groß

Besonderheit

auffällige Frisur

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Das Männchen hat ein besonderes Balzverhalten: Es schnellt mit dem Kopf zunächst hoch und kippt dann ruckartig mit dem Hals ab.

Der Mittelsäger lebt in Deutschland nur im Norden.© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Im Prachtkleid des Männchens ist vor allem der schwarze, grün schimmernde struppige Kopf ein auffälliges Merkmal. Die Brust ist rötlich gestrichelt. Das restliche Gefieder ist weiß mit auffälligen schwarzen Partien. Das Weibchen ist überwiegend graubraun gefärbt und hat einen rotbraunen Kopf. Der Schnabel ist schmal, rot und leicht aufwärts gebogen.

Mittelsägerweibchen haben hauptsächlich graubraunes Gefieder.© Foto: Christoph Moning

Verhalten

Zunächst sondiert er mit dem Kopf im Wasser die Lage, bevor er untertaucht und Fische fängt. Dabei helfen ihm seine Hornzähnchen am Schnabel. An sich ist auch er ein geselliger Vogel, hält sich in der Regel jedoch nicht in großen Trupps auf. Der Mittelsäger brütet häufig in Bodennestern unter Büschen.

Lebensraum

Der Mittelsäger brütet in Deutschland an Meeresbuchten vor allem der Ostsee, in Skandinavien und im Norden Russlands und Großbritanniens auch im Binnenland an Seen und Flüssen in Taiga- und Tundraregionen.

Gefährdung

Nachdem der Bestand im letzten Jahrhundert stark zurückgegangen ist, erholt er sich wieder und gilt derzeit als ungefährdet.

Nahrung

Er ernährt sich in erster Linie von Fischen. Daneben frisst er auch Krebstiere, Wasserinsekten und Amphibien.

Stimme/Laute

Während der Balz macht das Männchen auffällige Bewegungen, die Stimme ist jedoch unaffälliger. Es gibt relativ leise, heisere, nasale Rufe von sich. Das Weibchen lässt im Flug ein knarrendes „prag-prag-prag“ verlauten.

Zugverhalten

Mittelsäger sind bei uns Standvögel. Als Wintergast verbringen nordeuropäische Populationen die kalte Jahreszeit an der Küste oder sind als Durchzügler zu beobachten.

Beobachtungstipps

In seinen Brutgebieten an den Küsten kann man ihn das ganze Jahr über beobachten. Ein herausstechendes Merkmal ist der struppige Kopf des Männchens.

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Vogelporträt: Mittelsäger - NABU