
Psittacula krameri
Halsbandsittich
Der Halsbandsittich kam als Gefangenschaftsflüchtling nach Europa. Dort hat er sich vor allem in größeren Städten etablieren können. In Deutschland wurde die erste Brut 1969 in Köln festgestellt. Von dort hat sich der Vögel nach und nach in andere Städte ausgebreitet oder unabhängige Populationen aufgebaut. Dank seines exotisch anmutenden Aussehens und lauten Gemüts ist der Sittich vielen Städtern gut bekannt.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
4.600 - 7.500 Brutpaare
Bestandstrend
zunehmend
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
37-43 cm groß, davon bei adulten Vögeln 18-23 cm Schwanzverlängerung
Besonderheit
exotischer hellgrüner Vogel
Funfact
Halsbandsittiche halten nicht viel vom Baden, viel lieber nehmen sie eine kleine Dusche im Regen oder zwischen nassen Blättern.
Beschreibung
Aussehen
Die exotisch anmutenden Halsbandsittiche kann man kaum übersehen. Ihre schlanke hellgrüne Gestalt mit dem langen Schwanz und dem roten Schnabel ist überaus auffällig. Die Männchen haben zudem eine schwarze Kehle, von der sich ein schwarz-rosarotes Band bis in den Nacken schlingt. Die Weibchen sind hingegen einfarbig grün.

Verhalten
Außerhalb der Brutzeit können Halsbandsittiche kaum übersehen oder überhört werden. Laut und lebendig fliegen sie von Baumkrone zu Baumkrone. Ihr Nest bauen sie bevorzugt in Baumhöhlen von alten Laubbäumen. Wenn sich die Gelegenheit bietet, brüten sie auch kolonieartig nebeneinander, sonst sind aber auch Einzelbruten möglich.
Lebensraum
Die Halsbandsittiche stammen ursprünglich aus locker bewaldeten Savannen und offenen Bergwäldern Asiens und Afrikas. In Deutschland haben sie sich in größeren Städten etabliert und von dort aus in die Randbereiche ausgebreitet. Dennoch trifft man sie verstärkt in größeren Städten mit altem Baumbestand, beispielsweise in Parkanlagen und Gärten, an.
Gefährdung
Derzeit sind keine Gefährdungen bekannt.
Nahrung
Halsbandsittiche ernähren sich vegetarisch. Auf ihrem Speisezettel stehen die verschiedenen Teile einer Pflanze wie Früchte, Blüten, Knospen, aber auch grüne Pflanzenteile. Dies kann durch Körner und Samen an Futterstellen ergänzt werden.
Stimme/Laute
Halsbandsittiche rufen laut kreischend „kie-ak“ oder „kie-ek“.
Zugverhalten
In Deutschland sind keine Wanderungen bekannt.
Beobachtungstipps
Halsbandsittiche sind vor allem in größeren Städten wie beispielsweise Köln, Mannheim und Wiesbaden anzutreffen. Dort besiedeln sie bevorzugt Parkanlagen mit altem Baumbestand und machen recht schnell auf sich aufmerksam, wenn sie in größeren Schwärmen laut kreischend zwischen den Bäumen hin- und herfliegen. Oftmals versammeln sie sich an ergiebigen Futterstellen oder an traditionellen Schlafplätzen. Nur während der Brutzeit verhalten sie sich eher heimlich.
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