
Panurus biarmicus
Bartmeise
Eigentlich ist die Bartmeise am nächsten mit den Lerchen verwandt, ähnelt aber äußerlich eher den Meisen. Neben dem langen Schwanz ist das auffällgste und namensgebende Merkmal der schwarze „Bart“ am sonst grau gefärbten Kopf des Männchens. Das Brutgebiet der Bartmeise ist stark aufgesplittert, der Schwerpunkt liegt bei uns jedoch im Norden Deutschlands. Sie lebt ausschließlich im dichten Schilf ausgedehnter Schilfflächen.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
3.400 – 6.500 Brutpaare
Bestandstrend
+ 58 % (zunehmend)
Beschreibung
Aussehen
Das Gefieder der Bartmeise ist überwiegend hellbraun bzw. zimtfarben an der Oberseite, während die Unterseite eher heller bis gräulich ist. Der große Kopf des Männchens ist grau mit einer weißen Kehle und schwarzem „Bart“. Die Unterschwanzdecke des Männchens ist schwarz, der Schwanz sehr lang. Die Weibchen haben einen eher braunen Kopf.

Verhalten
Ihre Nester bauen Bartmeisen aus Schilf dicht am Boden oder nah über der Wasseroberfläche. Das Nest wird häufig auch von Halmen von oben abgedeckt.
Lebensraum
Bartmeisen leben ausschließlich in dichten, ausgedehnten Schilfflächen mit Altschilf. Diese befinden sich häufig in den Uferbereichen verschiedener Binnengewässer.
Gefährdung
Bartmeisen werden aktuell in Deutschland als nicht gefährdet eingestuft, sind allerdings an den Erhalt ihrer Brutgebiete gebunden.
Nahrung
Sie ernähren sich von Insekten und Schilfsamen.
Lebensweise
Stimme/Laute
Ihr Ruf ist auch im Flug zu hören und ist ein nasales „pschin“ oder ein rollendes „tschirr“. Der Gesang ist leise und zwitschernd und klingt wie „psching-dschick-tschräh“.
Zugverhalten
Bartmeisen sind überwiegend Standvögel. Ein Teil wandert in manchen Jahren in südliche Richtung ab und besiedelt dort auch neue Gebiete.
Beobachtungstipps
Da sie in ausgedehnten Schilfflächen beheimatet sind, sind Bartmeisen schwer zu beobachten. Man hört sie daher häufiger, als dass man sie sehen kann. Manchmal sieht man sie jedoch kurz aus dem Schilf auffliegen und dann wieder in der Vegetation verschwinden. Ein echtes Highlight für die Beobachtung von Bartmeisen ist der Federseesteg in Baden-Württemberg.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!






