Bartmeise auf einem Halmgewächs.
Bartmeise© Foto: Mathias Schäf

Panurus biarmicus

Bartmeise

Eigentlich ist die Bartmeise am nächsten mit den Lerchen verwandt, ähnelt aber äußerlich eher den Meisen. Neben dem langen Schwanz ist das auffällgste und namensgebende Merkmal der schwarze „Bart“ am sonst grau gefärbten Kopf des Männchens. Das Brutgebiet der Bartmeise ist stark aufgesplittert, der Schwerpunkt liegt bei uns jedoch im Norden Deutschlands. Sie lebt ausschließlich im dichten Schilf ausgedehnter Schilfflächen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus „Vögel in Deutschland“ 2019 (Datenquelle: DDA/BfN/LAG VSW).

3.400 – 6.500 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 58 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

14-15,5 cm groß

Besonderheit

schwarzer Bart

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Streng genommen gehören Bartmeisen nicht zu den Meisen, sondern bilden eine eigene Familie.

Männliche Bartmeise© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Das Gefieder der Bartmeise ist überwiegend hellbraun bzw. zimtfarben an der Oberseite, während die Unterseite eher heller bis gräulich ist. Der große Kopf des Männchens ist grau mit einer weißen Kehle und schwarzem „Bart“. Die Unterschwanzdecke des Männchens ist schwarz, der Schwanz sehr lang. Die Weibchen haben einen eher braunen Kopf.

Weibliche Bartmeisen haben einen eher braun gefärbten Kopf© Foto: Tom Dove

Verhalten

Ihre Nester bauen Bartmeisen aus Schilf dicht am Boden oder nah über der Wasseroberfläche. Das Nest wird häufig auch von Halmen von oben abgedeckt.

Lebensraum

Bartmeisen leben ausschließlich in dichten, ausgedehnten Schilfflächen mit Altschilf. Diese befinden sich häufig in den Uferbereichen verschiedener Binnengewässer.

Gefährdung

Bartmeisen werden aktuell in Deutschland als nicht gefährdet eingestuft, sind allerdings an den Erhalt ihrer Brutgebiete gebunden.

Nahrung

Sie ernähren sich von Insekten und Schilfsamen.

Lebensweise

Stimme/Laute

Ihr Ruf ist auch im Flug zu hören und ist ein nasales „pschin“ oder ein rollendes „tschirr“. Der Gesang ist leise und zwitschernd und klingt wie „psching-dschick-tschräh“.

Zugverhalten

Bartmeisen sind überwiegend Standvögel. Ein Teil wandert in manchen Jahren in südliche Richtung ab und besiedelt dort auch neue Gebiete.

Beobachtungstipps

Da sie in ausgedehnten Schilfflächen beheimatet sind, sind Bartmeisen schwer zu beobachten. Man hört sie daher häufiger, als dass man sie sehen kann. Manchmal sieht man sie jedoch kurz aus dem Schilf auffliegen und dann wieder in der Vegetation verschwinden. Ein echtes Highlight für die Beobachtung von Bartmeisen ist der Federseesteg in Baden-Württemberg.

Das Moor am Federsee

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Vogelporträt: Bartmeise - NABU