Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung
Meisenknödel und Futterglocken selber machen

Meisenknödel sind im Winter eine beliebte Energiequelle für Wildvögel. Viele der im Handel erhältlichen Knödel werden jedoch noch immer in Kunststoffnetzen angeboten. An diesen können sich Vögel mit Füßen oder Krallen verfangen und schwer verletzen. Wer Meisenknödel selbst herstellt, kann nicht nur die Zutaten kontrollieren, sondern auch auf gefährliche Netze verzichten und den Gartenvögeln eine sichere Futterquelle bieten.
Das brauchst du:
- Etwa 150 Gramm Fett (zum Beispiel Rinder- oder Hammeltalg) pro Futterglocke.
- Rund 150 Gramm Körnermischung pro Futterglocke (Mehr zu Futtermischungen)
- Ein Stück Seil
- Für die Futterglocke einen Zweig, der mindestens zehn Zentimeter länger beziehungsweise höher ist als der Topf.
- Einen Tontopf mit rund zehn Zentimetern Durchmesser. Der Tontopf sollte am Boden ein kleines Loch aufweisen.
So geht's:
Fett vorbereiten: Das Fett vorsichtig erwärmen und nicht stärker als nötig erhitzen, da sonst unangenehme Gerüche entstehen können.
Körner untermischen: Wenn das Fett weich ist, kannst die Futtermischung hinzugeben. Je mehr Körner man in die Mischung gibt, desto lockerer wird sie im erkalteten Zustand. Mit einem Schuss Speiseöl verhinderst du, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.
Futterglocke vorbereiten: Binde das Seil an den Zweig. Mache einen dicken Knoten, damit dieser das Loch im Tontopf schließt, und ziehe den Zweig mit dem Seil von innen durch das Loch. Damit die Vögel die Futterstelle besser anfliegen können, sollte der Zweig mindestens zehn Zentimeter aus dem Topf herausragen.
Futterglocke füllen oder Meisenknödel formen: Wenn du eine Futterglocke bastelst, fülle das Futtergemisch in den Tontopf und lasse ihn auskühlen. Du kannst das erkaltende, aber noch formbare Gemisch auch zu Knödeln formen. Beim Formen arbeitest du am besten gleich das Seil mit ein, mit dem du später die Meisenknödel aufhängen kannst.
Auskühlen lassen und aufhängen: Nach dem Auskühlen kannst du die Futterglocke oder die Meisenknödel an einen Platz hängen, den du gut von deinem Fenster aus beobachten kannst. Der Platz sollte jedoch eher an einer schattigen Stelle sein, damit sich der Inhalt an sonnigen Wintertagen nicht zu sehr erwärmt und dann herausfällt. Statt Glocken zu gießen oder Knödel zu formen, kannst du die Masse auch direkt an Baumstämme streichen.
Achte auch bei selbst gemachten Futterstellen auf Hygiene. Entferne verdorbenes oder verschmutztes Futter und halte die Futterstelle sauber.
Video-Anleitung
Im Video zeigt unser Naturschutz-Experte Julian Heiermann, wie es geht, und gibt weitere praktische Tipps.
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