NABU unterstützt Erhalt einer lokal ausgestorbenen Art

Wiederansiedelung der Kropfgazelle in Kirgisistan

In Kirgisistan gilt die Kropfgazelle als ausgestorben. Daher unterstützt der NABU ein Projekt zur Wiederansiedelung der Art. Mehrere Jungtiere wurden von Usbekistan nach Kirgisistan gebracht, um eine neue Population in dem zentralasiatischen Land aufzubauen.
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In Kirgisistan gilt die Kropfgazelle (Gazella subgutturosa) als ausgestorben. Daher unterstützt der NABU ein Projekt zur Wiederansiedelung der Art. Mehrere Jungtiere wurden von Usbekistan nach Kirgisistan gebracht, um eine neue Population in dem zentralasiatischen Land aufzubauen.

Die Kropfgazelle bewohnt asiatische Steppen und Halbwüsten und ist die am nördlichsten verbreitete Gazellenart der Welt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Kaukasien über den Iran, das südliche Zentralasien und die arabische Halbinsel bis hin zur Wüste Gobi und Nordchina. Einst war die kleine Gazellenart auch in Kirgisistan beheimatet, gilt dort jedoch als ausgestorben. Daher unterstützt der NABU ein Projekt zur Wiederansiedelung der Art.

Besonders problematisch: Wilderei und Zerstörung der Lebensräume

Besonders zu schaffen machen der Kropfgazelle Wilderei und die Zerstörung ihrer Lebensräume durch den Ausbau von Industrie, Landwirtschaft und Viehhaltung. Aber auch Grenzzäune gefährden den Fortbestand der Art, da sie ihre Wanderungen unterbrechen und zu tödlichen Fallen werden können.



In den vergangenen Jahrzehnten hat der Bestand der Tiere stark abgenommen. Heute gibt es schätzungsweise noch 42.000 bis 49.000 erwachsene Kropfgazellen weltweit. Aus Kirgisistan ist sie vollständig verschwunden. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art daher als „gefährdet“ ein. 

Erste Erfolge: 30 Kropfgazellen wieder in Kirgistan

September 2025 - Ein echter Meilenstein für den Artenschutz: Nach vielen Jahren kehren die Kropfgazellen zurück in ihre alte Heimat. Die kleine Gazellenart galt in Kirgistan als ausgestorben. Bei dem Wiederansiedlungsprojekt mit zwei kirgischen Partnern wurde ein artgerechtes Gehege angelegt, in dem sich die Population aufbauen konnte. Wir haben im Jahr 2022 die Erweiterung des Areals auf ein etwa 12 Hektar großes Gebiet gefördert. Mit Erfolg: Nun streifen wieder 30 Kropfgazellen durch die Steppen des Landes.

So wird das Projekt umgesetzt

Das Wiederansiedlungsprojekt wird von unseren zwei kirgisischen Partnern, der Argali Stiftung und Ilbirs Stiftung, umgesetzt. In der Pilotphase haben die beiden Naturschutz-NGOs ein artgerechtes Gehege angelegt und die ersten Jungtiere aus der Aufzuchtstation „Dzhejran“ in Usbekistan in das kirgisische Auswilderungsgehege gebracht. Die Pilotphase wurde von GEF Small Grants Programme in Kirgisistan und mit privaten Mitteln finanziert.

Im Jahr 2022 hat der NABU die Erweiterung des Kropfgazellen-Geheges von 0,25 Hektar auf ein etwa 12 Hektar großes Gebiet gefördert. Außerdem wurden weitere junge Kropfgazellen in das Auswilderungsgehege überführt, um dort eine stabile und genetisch diverse Population aufzubauen.

Das Projekt wird von Umweltbildungsmaßnahmen begleitet, um Wilderei und illegalem Handel vorzubeugen. Die Projektpartner planen, die ersten Kropfgazellen ab 2025 freizulassen. Das ist abhängig davon, ob die Kropfgazellen bis dahin genügend Nachwuchs bekommen haben.

Eckdaten zum Projekt

Titel
Wiederansiedlung der Kropfgazelle in Kirgisistan

Land
Kirgisistan

Zeitraum
2021 bis 2030

Partner
Kirgisische Naturschutz-NGOs: Argali Stiftung, Ilbirs Stiftung

Mit diesem Projekt tragen wir zu den folgenden Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) bei
SDG 11, SDG 15 und SDG 17

Datei-Pfad aus Imperia:

Download-Beschreibung: Informationen zum Wiederansiedlungsprojekt als Download
Download-Link: /imperia/md/nabu/images/international/asien/kirgistan/202306_kropfgazelle_steckbrief_projektwebseite_deu_aktualisiert.​pdf