Diese Frauen sind Vorreiterinnen im Naturschutz
Heldinnen für Afrikas Natur

In den ländlichen Regionen Ost- und Westafrikas wird kleinbäuerliche Landwirtschaft überwiegend von Frauen betrieben. Ihr Leben und Arbeiten ist von Bodendegradation, wirtschaftlicher Instabilität und den Auswirkungen der Klimakrise gepräft. All das gefährdet ihre Lebensgrundlagen und die ihrer Familien. In unseren NABU-Projekten werden Frauen zu Akteurinnen, um die Situation für Mensch und Natur zu verbessern.
Worin besteht eine der größten Herausforderungen vor Ort? Das Leben am Existenzminimum zwingt viele Familien dazu, auf nicht nachhaltige Anbaumethoden zurückzugreifen, die die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigen und Druck auf die Natur ausüben. Besonders im Umland von Schutzgebieten steigt das Risiko für die Zerstörung artenreicher Ökosysteme und Konflikte mit Wildtieren und Naturschutzbehörden. Hier setzen wir mit unseren Partnern vor Ort an.
Unsere Naturschutzarbeit unterstützt mehr als 20.000 Frauen in sechs afrikanischen Ländern, ihre Landwirtschaft natur- und klimaverträglich zu betreiben. Denn klimaresiliente Anbaumethoden und eine nachhaltige Landnutzung können die Lebensgrundlagen langfristig sichern und gleichzeitig zu Schutz und Wiederherstellung degradierter Ökosysteme beitragen. Ein zentrales Ziel sind grüne Wertschöpfungsketten, etwa beim Anbau von Macadamianüssen und bei der nachhaltigen Produktion von Sheabutter und Honig.
Eine finanziell unabhängige Frau bedeutet eine stabile Familie und ein entwickeltes Land. Durch unsere Naturschutzarbeit lernen Frauen nachhaltige Methoden und können Führungskräfte im Naturschutz werden.
Was wir tun
Das Projekt stärkt Frauen als Schlüsselakteurinnen im Umwelt- und Ressourcenschutz in Tansania, Kenia, Uganda, Ghana, Côte d’Ivoire und Burkina Faso. Dabei haben wir folgende Ziele:
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz verbinden wir ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele. Das Projekt legt somit den Grundstein für widerstandsfähigere Lebensgrundlagen und den langfristigen Schutz der Biodiversität. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und dem NABU kofinanziert und baut auf den Ergebnissen der erfolgreichen Vorgängerinitiative „AfriEvolve“ auf. Vor Ort wird es gemeinsam mit Nature Kenya, Nature Uganda, Nature Tanzania, NATURAMA, SOS-Forêts und Ghana Wildlife Society umgesetzt.
Projektregionen
Im Rahmen des Projekts arbeiten der NABU und seine Partner in sechs afrikanischen Ländern. Dabei konzentrieren sich die Aktivitäten auf je ein zusammenhängendes, grenzübergreifendes Ökosystem in Ost- und Westafrika:
Projektdaten
Projektname
AfricElle: Frauen als Champions für Agroforstwirtschaft, Biodiversität und Naturschutz im Umfeld von Schutzgebieten in Afrika
Land/ Region
Kenia, Uganda, Tansania, Burkina Faso, Ghana, Côte d’Ivoire
Laufzeit
01.11.2024 - 31.10.2027
Partnerorganisationen
Nature Kenya, Nature Uganda, Nature Tanzania, NATURAMA, Ghana Wildlife Society und SOS-Forêts
Finanziert/ unterstützt durch
NABU e.V.
BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden Nachhaltigkeitszielen („SDGs“) der Vereinten Nationen:
1, 2, 5, 8, 10, 11, 12, 13, 15 und 16