Tafelente im Wasser
Tafelente im Wasser© Foto: Mathias Schäf

Aythya ferina

Tafelente

Die Tafelente kommt in unseren heimischen Gewässern noch recht häufig vor, vor allem als Wintergast. Kräftig gefärbt fällt sie einem durchaus auf. Zudem kann man sie häufig beim Abtauchen beobachten. Da Tafelenten sehr tolerant gegenüber anderen Tauchenten sind, kommt es gerne zu interessanten, bisweilen verwirrenden Hybriden.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

2.300 - 3.100 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 66 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

42-49 cm groß, Flügelspannweite 67-75 cm

Besonderheit

kastanienbrauner Kopf, grauer Körper

Reise

Standvogel oder Kurz- und Mittelstreckenzieher

Funfact

Die Tafelente wurde früher gerne verspeist. Der lateinische Begriff „ferina“ bedeutet „Wildbret“.

Tafelente im Abflug© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Erpel trägt im Prachtkleid einen kastanienbraunen Kopf mit schwarzem Schnabel und graublauer Schnabelbinde. Die Augen sind rot. Brust und Steiß sind schwarz. Die Seiten sind hellgrau, der Rücken ist bräunlich. Das Weibchen ist eher unauffällig braun. Am Schnabel hat es eine graue Schnabelbinde. Die Augen sind schwarz mit hellem Augenstreifen.

Verhalten

Sie sucht am Gewässerboden nach ihrem Futter, gründelt aber auch gerne im seichten Wasser. Ihr Nest errichtet sie in der Uferzone am Boden, selten auch in Baumhöhlen. Der Erpel posiert sehr einfallsreich, um das Weibchen zu beeindrucken. Die Paare bleiben für eine Saison zusammen, das Weibchen kümmert sich alleine um die Aufzucht der Jungen.

Lebensraum

Tafelenten lieben flache, nährstoffreiche Seen, vorzugsweise stehende Binnengewässer. Aufgrund des Klimawandels bleiben immer mehr Tafelenten ganzjährig. Einige Tiere ziehen noch in den Süden, dort suchen sie auch gern größere Gewässer auf.

Gefährdung

In Deutschland steht die Tafelente auf der Vorwarnliste. Ihr Bruterfolg ist in der Vergangenheit schlechter geworden.

Nahrung

Sie ernähren sich unter anderem von Pflanzen, Muscheln, Insekten, Ringelwürmern und Krebstieren, kleinen Fischen und Zuckmückenlarven.

Stimme/Laute

Sie ist sehr schweigsam. Der Erpel balzt pfeifend etwa „aaOOOHAAA“ oder mit kurzen Pfiffen „ki ki ki ki“. Das Weibchen ruft fliegend „bree-ah“.

Zugverhalten

Tafelenten bleiben immer häufiger das ganze Jahr über bei uns. Aus Nordosten stammende Tiere überwintern regelmäßig in Norddeutschland.

Beobachtungstipps

An ausgewiesenen Beobachtungsplätzen in Wasservogelreservaten der Nord- und Ostsee, aber auch auf großen Seen im Binnenland können Sie die Tafelente gerade im Winter gut beobachten. Unser Tipp: ein Besuch beim NABU-Bodenseezentrum im Herbst oder Winter.

Das NABU-Bodenseezentrum

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