
Aythya ferina
Tafelente
Die Tafelente kommt in unseren heimischen Gewässern noch recht häufig vor, vor allem als Wintergast. Kräftig gefärbt fällt sie einem durchaus auf. Zudem kann man sie häufig beim Abtauchen beobachten. Da Tafelenten sehr tolerant gegenüber anderen Tauchenten sind, kommt es gerne zu interessanten, bisweilen verwirrenden Hybriden.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
2.300 - 3.100 Brutpaare
Bestandstrend
- 66 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
42-49 cm groß, Flügelspannweite 67-75 cm
Besonderheit
kastanienbrauner Kopf, grauer Körper
Reise
Standvogel oder Kurz- und Mittelstreckenzieher
Funfact
Die Tafelente wurde früher gerne verspeist. Der lateinische Begriff „ferina“ bedeutet „Wildbret“.
Beschreibung
Aussehen
Der Erpel trägt im Prachtkleid einen kastanienbraunen Kopf mit schwarzem Schnabel und graublauer Schnabelbinde. Die Augen sind rot. Brust und Steiß sind schwarz. Die Seiten sind hellgrau, der Rücken ist bräunlich. Das Weibchen ist eher unauffällig braun. Am Schnabel hat es eine graue Schnabelbinde. Die Augen sind schwarz mit hellem Augenstreifen.
Verhalten
Sie sucht am Gewässerboden nach ihrem Futter, gründelt aber auch gerne im seichten Wasser. Ihr Nest errichtet sie in der Uferzone am Boden, selten auch in Baumhöhlen. Der Erpel posiert sehr einfallsreich, um das Weibchen zu beeindrucken. Die Paare bleiben für eine Saison zusammen, das Weibchen kümmert sich alleine um die Aufzucht der Jungen.
Lebensraum
Tafelenten lieben flache, nährstoffreiche Seen, vorzugsweise stehende Binnengewässer. Aufgrund des Klimawandels bleiben immer mehr Tafelenten ganzjährig. Einige Tiere ziehen noch in den Süden, dort suchen sie auch gern größere Gewässer auf.
Gefährdung
In Deutschland steht die Tafelente auf der Vorwarnliste. Ihr Bruterfolg ist in der Vergangenheit schlechter geworden.
Nahrung
Sie ernähren sich unter anderem von Pflanzen, Muscheln, Insekten, Ringelwürmern und Krebstieren, kleinen Fischen und Zuckmückenlarven.
Stimme/Laute
Sie ist sehr schweigsam. Der Erpel balzt pfeifend etwa „aaOOOHAAA“ oder mit kurzen Pfiffen „ki ki ki ki“. Das Weibchen ruft fliegend „bree-ah“.
Zugverhalten
Tafelenten bleiben immer häufiger das ganze Jahr über bei uns. Aus Nordosten stammende Tiere überwintern regelmäßig in Norddeutschland.
Beobachtungstipps
An ausgewiesenen Beobachtungsplätzen in Wasservogelreservaten der Nord- und Ostsee, aber auch auf großen Seen im Binnenland können Sie die Tafelente gerade im Winter gut beobachten. Unser Tipp: ein Besuch beim NABU-Bodenseezentrum im Herbst oder Winter.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie deinen Schutz. Unterstütze uns und werde NABU-Mitglied!









