Stelzenläufer im Flachwasser.
Stelzenläufer im Flachwasser© Foto: Frank Derer

Himantopus himantopus

Stelzenläufer

Ein Blick auf den Stelzenläufer genügt, um zu wissen, woher er seinen Namen hat: Seine extrem langen, auffällig roten und dünnen Beine hinterlassen wirklich den Eindruck, als würde dieser Watvogel auf Stelzen laufen. Die langen Beine erlauben ihm, auch im tieferen Wasser nach Nahrung zu suchen. Seine Brutgebiete befinden sich eher im Süden Europas, jedoch gibt es zunehmend immer mal auch im Norden erfolgreiche Bruten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

15 - 25 Brutpaare

Bestands­trend

nicht bekannt

Steckbrief

Beobachten

in den Sommermonaten zu beobachten

Größe

33-36 cm groß

Besonderheit

unverkennbar durch extrem lange Beine

Reise

Standvogel bis Langstreckenzieher

Funfact

Die langen Beine des Stelzenläufers machen 60 Prozent seiner Gesamthöhe aus.

Beschreibung

Aussehen

Der Stelzenläufer besitzt neben den extrem langen roten Beinen einen auffälligen dünnen schwarzen Schnabel. Die Unterseite ist überwiegend weiß gefärbt. Die Flügel sind schwarz, der Mantel schimmert braun, und am Rücken befindet sich ein weißer Keil. Der Kopf ist überwiegend weiß, er zeigt jedoch eine große Variation an schwarzen Kopfzeichnungen.

Verhalten

Der Stelzenläufer hat dank seiner langen Beine auch die Möglichkeit, in tieferen Gewässern nach Nahrung zu suchen. Auf der Wanderung und im Winterquartier ist er äußerst gesellig. Das Nest baut er in einer Bodenmulde nah am Wasser. Beide Elternteile beteiligen sich an der Brutpflege.

Lebensraum

Er lebt vor allem in Südeuropa sowohl an süßen und brackigen als auch an salzigen Gewässern. Dies können Lagunen, Küstensümpfe, Teiche oder Salinen sein. Sehr vereinzelt brütet er auch in Deutschland.

Gefährdung

In Deutschland ist der Stelzenläufer nur eine Ausnahmeerscheinung als Brutvogel. Global gilt er als nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus kleinen Wassertieren wie Insekten, Krebstieren und kleinen Fischen.

Stimme/Laute

Außerhalb der Brutzeit ist er eher still. Während der Brutzeit gibt er jedoch schnelle schrille und etwas quäkende Töne von sich, die wie „kjück kjück kjück“ klingen.

Zugverhalten

Der Stelzenläufer überwintert vor allem in Afrika. Eine kleinere Anzahl überwintert auch in Südeuropa.

Beobachtungstipps

Man kann ihn selten auf dem Durchzug in Deutschland beobachten. Sein Äußeres ist unverwechselbar. Auch Bruten des wärmeliebenden Watvogels gibt es gelegentlich. Durch den Klimawandel könnte die Art langfristig bei uns heimisch werden. Beobachten kann man ihn beispielsweise im NABU-Wasservogelreservat Wallnau.

Wasservogelreservat Wallnau

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Menschen stehen in einer Hide zur Vogelbeobachtung, man sieht primär Hände mit Ferngläsern aus der Holzhütte.

NABU-Wasservogelreservat Wallnau

Rückzugsraum für Zugvögel

Zahlreiche seltene Vogelarten, wie auch gelegentlich der Stelzenläufer, lassen sich im Frühjahr im Naturschutzgebiet bei der Brut beobachten.

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