Flussregenpfeifer auf einer Wiese.
Vogel des Jahres 1992
Flussregenpfeifer© Foto: Mathias Schäf

Charadrius dubius

Flussregenpfeifer

Der kleine Flussregenpfeifer mit dem gelben Augenring ist in allen kargen Sand- und Kiesflächen bei uns zu Hause. Kiesgruben und Steinbrüche findet er ebenfalls prima. Er ist darum auch im Binnenland anzutreffen. Sein Rufen klingt sehr melancholisch, was im Gegensatz zu seinem aktiven und emsigen Hin- und Hergetippel steht.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

4.600 – 6.500 Brutpaare

Bestands­trend

- 33 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Oktober zu beobachten

Größe

15-18 cm groß

Besonderheit

tippelt über den Boden und stoppt plötzlich ab

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

In manchen Regionen brüten Flussregenpfeifer auf den Stellflächen von Windrädern.

Flussregenpfeifer im Schlichtkleid© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Der Flussregenpfeifer ist am Rücken gräulich-braun, die Unterseite ist strahlend weiß. Der schwarze Halsring ist geschlossen. Auch im Gesicht trägt er im Prachtkleid eine schwarze Augenbinde, wodurch die gelben Augenringe noch mehr auffallen. Der Schnabel des Flussregenpfeifers ist etwas länger und dunkel. Die langen Beine sind fleischfarben.

Flussregenpfeifer haben sehr auffällig gelbe Augenringe.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Entlang der schlammigen Uferzone von Süßgewässern sucht der Regenpfeifer nach seiner Nahrung. Dabei rennt er immer wieder schnell über den Boden, stoppt abrupt und pickt gegebenenfalls etwas auf. Sein Nest baut er in einer Bodenmulde im Kies oder Sand. Feinde verleiten die Elterntiere, indem sie eine Verletzung vortäuschen.

Lebensraum

Weiträumig über Mittel- und Südeuropa verteilt, bevorzugt er vegetationsarme Lebensräume wie Kiesgruben, Steinbrüche und Baggerseen. Sein ursprünglicher Lebensraum sind natürliche Flussläufe mit seichten kiesigen Ufern und Inseln.

Gefährdung

Flussregenpfeifer stehen auf der Vorwarnliste, die Bestände sind aufgrund ungeeigneter Bruthabitate regional rückläufig.

Nahrung

Flussregenpfeifer fressen gerne Insekten, Spinnen, kleine Weichtiere und Larven.

Stimme/Laute

Der Ruf des Flussregenpfeifers ist ein melancholisches leicht abfallendes „tiu“ oder „piu“. Ist er aufgeregt, wird es zu einem „ti ti ti tiu“. Zur Balzzeit lässt er im Flug ein langsames, raues „griä griä griä“ ertönen.

Zugverhalten

Flussregenpfeifer ziehen im Herbst in ihr Winterquartier nach Afrika und kehren im Frühling zurück.

Beobachtungstipps

Der Flussregenpfeifer ist sehr gut getarnt, weshalb man ihn eigentlich nur sieht, wenn er sich bewegt. Gelegenheit dazu hat man auf vegetationsarmen Kies- und Sandflächen verschiedenster Art, zum Teil auch auf großen Baustellen in Städten.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

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