Blässhuhn auf dem Wasser.
Blässhuhn© Foto: Frank Derer

Fulica atra

Blässhuhn

Auf allen Süßgewässern ruft das Blässhuhn uns sein lautes „tück“ entgegen. Besonders im Frühjahr zur Balzzeit macht es durch heftige Revierkämpfe auf sich aufmerksam. Der schwarze Wasservogel mit der auffälligen Blässe und den langen Zehen gehört zu den Rallen und ist somit näher mit Kranichen verwandt als mit Hühnern.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

61.000 - 105.000 Brutpaare

Bestands­trend

- 8 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig bei uns zu beobachten

Größe

36-42 cm groß

Besonderheit

schwimmt mit ruckenden Kopfbewegungen

Reise

Jahresvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Blässhühner sind im Winter eine bevorzugte Beute des Seeadlers.

Blässhuhn mit Küken© Foto: Tom Dove

Beschreibung

Aussehen

Blässhühner haben einen runden, breiten Körper. Das Gefieder ist komplett schiefergrau, der Kopf schwarz. Deutlich ist das weiße Stirnschild zu sehen. Der Schnabel ist weiß, die Spitze leicht rosa gefärbt. Die Iris ist rot. Die großen Füße sind mit Schwimmlappen versehen. Mit ihnen können Blässhühner gut über Seerosen laufen.

Blässhuhn mit geöffnetem Gefieder© Foto: Frank Derer

Verhalten

Sie sind im Winter, die Nichtbrüter auch im Sommer, in großen Trupps unterwegs. Zur Brutzeit verteidigen die Paare ihr Revier vehement. Auch zur Balzzeit sind Blässhühner sehr leidenschaftlich bei Revierstreitereien. Ihre meist schwimmenden Nester bauen sie gemeinsam in der Ufervegetation.

Lebensraum

Alle Süßgewässer mit Schwimmpflanzen oder Ufervegetation wie zum Beispiel Seen, Sumpfland, Flüsse, Kanäle und Teiche gehören zum Lebensraum des Blesshuhns. Im Winter ist es auf eisfreien Gewässern und auch an der Meeresküste anzutreffen.

Gefährdung

Blässhühner sind nicht gefährdet.

Nahrung

Blässhühner sind Allesfresser: frische und alte Pflanzenteile, Getreide, Abfälle, Weichtiere, Insekten, Fische und Schilf.

Stimme/Laute

Charakteristisch ist das laute „tück“ und ein selteneres explodierendes „pix“. Das Weibchen lässt hin und wieder zudem ein etwas bellendes „köw“ hören.

Zugverhalten

Blässhühner sind ganzjährig zu sehen. Vögel aus dem Nordosten überwintern bei uns.

Beobachtungstipps

Sie können Blässhühner zu jeder Jahreszeit bei uns entdecken. Sie erkennen sie auch am langen Startanlauf. Um losfliegen zu können, nehmen sie zunächst mit den Füßen über die Wasseroberfläche platschend Anlauf. Lautes aufgeregtes Platschen kann auch auf Revierstreits hindeuten. Dabei liegen Blässhühner teils fast rücklings auf dem Wasser und versuchen, sich gegenseitig mit ihren langen Füßen zu treten.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

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