Weidenmeise
Weidenmeise auf einer Kiefer© Foto: C. Moning

Poecile montanus

Weidenmeise

Die Weidenmeise ähnelt mit ihrer matt schwarzen Kopfplatte stark der Sumpfmeise, bei der diese jedoch glänzt. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist daher ihr Gesang. Die Weidenmeise ist zudem eine der wenigen Meisenarten, die ihre Bruthöhle selber bauen. Dafür benötigt sie morsche Baumstämme und Äste, in die sie die kleinen Höhlen hacken kann. Man trifft sie am häufigsten in feuchten, unterholzreichen Mischwäldern mit Weiden, Erlen und Birken an. In höheren Lagen lebt sie auch in Nadelwäldern.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

61.000 - 115.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 31 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

12-13 cm groß

Besonderheit

matt schwarze Kopfplatte

Funfact

Die Weidenmeise wird auch „Mönchsmeise“ genannt.

Der Ruf der Weidenmeise klingt wie ein auffälliges "Beschweren"© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Oberseite des Gefieders ist mehrheitlich braun. Die Säume der Außenfahnen der Armschwingen sind weiß. Auch die Unterseite ist weißlich und an den Flanken eher beige. Der Kopf ist recht groß, die Wangen sind weiß. Von der Stirn bis zum Nacken zieht sich eine matt schwarze Kopfplatte. Am Kinn befindet sich ein breiter dunkler Kinnfleck.

Nicht zu verwechseln mit:

Sumpfmeise

Poecile palustris

Sumpfmeise

Auch wenn ihr Name das suggeriert, trifft man die Sumpfmeise nicht im Sumpf an. Dieser kleine, rundliche Vogel brütet in totholzreichen Laubwäldern.

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Verhalten

Ungewöhnlicherweise zimmert die Weidenmeise ihre Bruthöhlen selbst. Dafür benötigt sie am besten morsches Holz, teilweise nutzt sie auch die Vorarbeit von Spechten. Damit beginnt sie schon früh im Jahr. Aufgrund ihrer Reviertreue bleibt ein Paar häufig lange zusammen.

Lebensraum

Weidenmeisen leben in Mischwäldern mit dichter Unterholzschicht und Weiden, Erlen und Pappeln. Diese Merkmale treffen meist auf Auenwälder zu. Im hohen Norden und im Süden trifft man sie auch in Nadelwäldern an.

Gefährdung

Die Weidenmeise ist in Deutschland nicht gefährdet.

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten, deren Larven, Spinnen und andere wirbellose Tiere sowie Sämereien.

Stimme/Laute

Der Ruf ist ein „zizidääh dääh“. Ihr Gesang klingt wehmütig, besteht aus mehreren Elementen in abnehmender Tonhöhe und klingt wie „ziÜH ziÜH ziÜH“.

Zugverhalten

Sie ist überwiegend ein Jahresvogel, der auch im Winter in Deutschland bleibt.

Beobachtungstipps

Weidenmeisen sind verbreitete Jahresvögel und lassen sich vor allem in Auenwäldern oder in höheren Lagen in Nadelwäldern beobachten. Sie sehen der Sumpfmeise zum Verwechseln ähnlich, deren Kopfplatte glänzt jedoch.

Meisen im Vergleich

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Totholz voller Leben

Die Weidenmeise zimmert ihre Höhle in morsches Holz. Da solche alten Bäume in der Forstlandschaft oft fehlen, setzt sich der NABU für mehr Totholz ein.

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Vogelporträt: Weidenmeise - NABU