Sperber auf abgemähtem Feld.
Sperber sind zwar deutlich kleiner als Habichte, dennoch fällt die Unterscheidung oft schwer© Foto: Christoph Moning

Accipiter nisus

Sperber

Der Sperber ist eine Art „Mini-Habicht“. Diese beiden Greifvögel gleichen sich sehr in Aussehen und Lebensweise, wobei der Sperber sich bei der Jagd eher auf kleinere Vögel spezialisiert hat. Er ist neben dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel Europas. Vor allem die Jungvögel der mitteleuropäischen Population überwintern in Frankreich oder Spanien. Seine waghalsigen und rasanten Jagdmanöver versetzen jede*n Beobachter*in in Staunen. 

Ruf

00:00

Bettelruf

00:00

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

23.000 - 35.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 110,5 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

32-37 cm groß, Weibchen größer als Männchen

Besonderheit

blitzschnelle Verfolgungsjagden

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Neuerdings brüten Sperber auch mitten in Großstädten, zum Beispiel auf Friedhöfen oder in Parks.

Sperber sind schmaler als Habichte, vorallem an Brust und Hüfte. Im Flug sind der längere Schwanz sowie die kürzeren Flügel ausschlaggebend© Foto: Willi Rolfes

Beschreibung

Aussehen

Dieser kleine Greifvogel hat breite, runde Flügel und einen langen Schwanz. Das Weibchen hat eine helle, grau gebänderte Unterseite (wie der Habicht), das Gefieder des Männchens ist an der Brust und am Hals rostrot gefärbt. Die Oberseite ist bei beiden schiefergrau.

Verwechslungskandidat Habicht

Accipiter gentilis

Habicht

Der elegante und geschickte Habicht lebt am liebsten heimlich in alten Wäldern, inzwischen besiedelt er jedoch auch städtische Bereiche und Parks.

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Verhalten

In Überraschungsangriffen stürzen sich Sperber auf ihre Beute und verfolgen sie mit spektakulären Manövern in dichten Wäldern oder zwischen Gebäuden. Teilweise folgen sie den kleinen Beutevögeln sogar zu Fuß bis in Gebüsche hinein. Ihr Nest bauen sie am liebsten am Waldrand hoch oben in alten Nadelbäumen.

Lebensraum

Wälder mit hohen alten Nadelbäumen bieten ein perfektes Habitat für den Sperber. Allerdings trifft man ihn auch immer mehr in Siedlungsnähe, Parks und Gärten an.

Gefährdung

Er gilt aktuell als nicht gefährdet, wurde allerdings – ähnlich wie der Habicht – in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts massiv verfolgt.

Nahrung

Sperber haben die Jagd auf Kleinvögel perfektioniert, von denen sie sich hauptsächlich ernähren. Nur in Ausnahmefällen erbeuten sie auch Kleinnager.

Stimme/Laute

Wenn nicht gerade Brutzeit ist, ist der Sperber eher stumm. Als Balz-, Kontakt- und Alarmruf dient ein gackerndes „kjukjukjukjukju“.

Zugverhalten

In Deutschland bleiben ältere Tiere ganzjährig, während Jungtiere oft in Frankreich oder Spanien überwintern. Skandinavische Poplulationen verbringen den Winter gerne in Mitteleuropa.

Beobachtungstipps

Während der Brutzeit lebt der Sperber eher heimlich. Im Winter kann man ihn dann allerdings immer öfter auf Nahrungssuche in der Nähe von Siedlungen antreffen. Dort fallen ihm dann auch kleinere Vögel, die sich am Futterhaus stärken, zum Opfer, wenn er sie in blitzschnellen Überraschungsangriffen überwältigt.

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Vogelporträt: Sperber - NABU