
Nycticorax nycticorax
Nachtreiher
Dieser kleine, eher gedrungen wirkende Reiher hat einen passenden Namen, denn er ist hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Aus dem grauen und blauschwarzen Erscheinungsbild stechen die karminroten großen Augen klar hervor. In Deutschland brüten bisher nur wenige Brutpaare im Süden. Häufig sieht man ihn in der Dunkelheit nicht, sondern kann viel eher seinen froschartig quakenden Ruf hören.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
45 - 50 Brutpaare
Bestandstrend
+ 1130 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
nur im Winter nicht zu beobachten
Größe
58-65 cm groß
Besonderheit
nachtaktiver Reiher
Reise
mehrheitlich Langstreckenzieher
Funfact
Seinen niederländischen Namen „Kwak“ hat er seinem froschartigen, quakenden Ruf zu verdanken.
Beschreibung
Aussehen
Der Nachtreiher besitzt eine eher gedrungene Gestalt. Das Gefieder des adulten Vogels ist vom Scheitel bis zum Mantel schwarz und besitzt einen bläulichen Schimmer. Im Nacken befinden sich zwei bis drei lange weiße Schmuckfedern. Die Unterseite ist überwiegend hellgrau bis weiß, die Flügeloberseite ist hingegen grau.

Verhalten
In der Dämmerung beginnt der Nachtreiher, aktiv zu werden. Still hält er sich im Uferbereich eines Gewässers auf und lauert dort auf seine Beute. Als Koloniebrüter brüten viele Paare nah beieinander. Außerhalb der Brutzeit ist er aber eher ein Einzelgänger, der schnell übersehen werden kann.
Lebensraum
Er ist ein Koloniebrüter, der sein Nest häufig in Bäumen nah am Wasser baut. Er hält sich meistens in der Nähe von Teichen, Sümpfen oder Flussauen auf.
Gefährdung
Der Nachtreiher ist generell selten und gilt in Deutschland als stark gefährdet. Viele Flüsse bei uns bieten ihm keine passenden Auen als Lebensraum mehr.
Nahrung
Auf dem Speiseplan stehen vor allem Fische, Amphibien und Insekten.
Stimme/Laute
Am häufigsten vernimmt man vom Nachtreiher seinen froschartigen „quak“-Ruf.
Zugverhalten
Zum Überwintern zieht er in die subtropischen und tropischen Regionen Afrikas. Er ist von April bis Oktober in seinen Brutgebieten.
Beobachtungstipps
Es ist schwierig, einen Nachtreiher zu beobachten. Zunächst beschränkt sich das Vorkommen in Deutschland auf wenige Brutpaare im Süden und seltene Durchzügler auch in anderen Teilen des Landes. Dazu kommt noch, dass er vor allem nachtaktiv ist. Manchmal hört man eher seine quäkenden Laute, als dass man ihn sieht.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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