
Luscinia megarhynchos
Nachtigall
Die Nachtigall ist wegen ihres schönen Gesangs häufig Gegenstand der Literatur, wie zum Beispiel in William Shakespeares „Romeo und Julia“. Nachts singt das balzende Männchen, der Gesang am Tag dient hauptsächlich der Revierverteidigung. Ihr Äußeres ist überraschend unauffällig im Vergleich zum wohlklingenden Gesang. Sie taucht sehr zerstreut in unterholzreichen Laubwäldern oder sogar in verwilderten Gärten auf.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
87.000 - 160.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 76 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
in den Sommermonaten zu beobachten
Größe
15-16,5 cm groß
Besonderheit
singt nachts
Reise
Langstreckenzieher
Funfact
Jedes Männchen hat ein komplexes Repertoire von bis zu 200 Strophentypen. Im Brutgebiet singen sie rund um die Uhr, wenn sie ein Weibchen gefunden haben nur noch tagsüber.
Beschreibung
Aussehen
Die Nachtigall gehört wie das Rotkehlchen zur Familie der Schnäpperverwandten. Sie hat jedoch ein deutlich unauffälligeres Gefieder. Ihre komplette Oberseite ist braun, Schwanz und Bürzel sind rostrot. Die Unterseite ist graubeige. Um das Auge herum hat sie einen undeutlichen weißen Augenring.

Verhalten
Der Gesang ist weit bekannt. Nachts singen hauptsächlich die unverpaarten Männchen ihre melodischen Strophen. Sie brüten in Hecken und im Gebüsch.
Lebensraum
Nachtigallen leben in unterholzreichen Laubwäldern, vorzugsweise in der Nähe eines Gewässers. Auch in strukturreichen Gärten mit viel Unterholz und Gebüsch trifft man sie an. Im (Nord-)Osten Deutschlands ersetzt sie teilweise ihre Zwillingsart, der Sprosser.
Gefährdung
Die Nachtigall gilt als nicht gefährdet.
Nahrung
Die Nachtigall ernährt sich in erster Linie von verschiedenen Insekten wie Käfern, Mücken und Schmetterlingsraupen. Auch Beeren und Früchte stehen auf dem Speiseplan.
Stimme/Laute
Der Gesang der Nachtigall besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Strophentypen. Am bekanntesten sind wahrscheinlich die ansteigenden melodischen Pfeifstrophen. Der Ruf ist knarrend oder krächzend.
Zugverhalten
Die Nachtigall ist eine Langstreckenzieherin, sie verbringt den Winter im tropischen Afrika.
Beobachtungstipps
Es ist nicht einfach, eine Nachtigall zu beobachten. Ihren lauten und deutlichen Gesang vernimmt man zwar recht häufig, jedoch ist sie immer gut im Gebüsch versteckt.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Nachtigallen mögen Wälder und Parks mit reichlich Unterholz und viel herumliegendem Laub – ein guter Grund, um auch im Garten ein wenig mehr Wildnis zu wagen.
