Nachtigall singt auf einem dornigen Ast.
Vogel des Jahres 1995
Nachtigall© Foto: Mathias Schäf

Luscinia megarhynchos

Nachtigall

Die Nachtigall ist wegen ihres schönen Gesangs häufig Gegenstand der Literatur, wie zum Beispiel in William Shakespeares „Romeo und Julia“. Nachts singt das balzende Männchen, der Gesang am Tag dient hauptsächlich der Revierverteidigung. Ihr Äußeres ist überraschend unauffällig im Vergleich zum wohlklingenden Gesang. Sie taucht sehr zerstreut in unterholzreichen Laubwäldern oder sogar in verwilderten Gärten auf.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

87.000 - 160.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 76 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

in den Sommermonaten zu beobachten

Größe

15-16,5 cm groß

Besonderheit

singt nachts

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Jedes Männchen hat ein komplexes Repertoire von bis zu 200 Strophentypen. Im Brutgebiet singen sie rund um die Uhr, wenn sie ein Weibchen gefunden haben nur noch tagsüber.

Die Nachtigall kann sich gut verstecken.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Nachtigall gehört wie das Rotkehlchen zur Familie der Schnäpperverwandten. Sie hat jedoch ein deutlich unauffälligeres Gefieder. Ihre komplette Oberseite ist braun, Schwanz und Bürzel sind rostrot. Die Unterseite ist graubeige. Um das Auge herum hat sie einen undeutlichen weißen Augenring.

Die Nachtigall hat kein sehr auffälliges Gefieder.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Der Gesang ist weit bekannt. Nachts singen hauptsächlich die unverpaarten Männchen ihre melodischen Strophen. Sie brüten in Hecken und im Gebüsch.

Lebensraum

Nachtigallen leben in unterholzreichen Laubwäldern, vorzugsweise in der Nähe eines Gewässers. Auch in strukturreichen Gärten mit viel Unterholz und Gebüsch trifft man sie an. Im (Nord-)Osten Deutschlands ersetzt sie teilweise ihre Zwillingsart, der Sprosser.

Gefährdung

Die Nachtigall gilt als nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nachtigall ernährt sich in erster Linie von verschiedenen Insekten wie Käfern, Mücken und Schmetterlingsraupen. Auch Beeren und Früchte stehen auf dem Speiseplan.

Stimme/Laute

Der Gesang der Nachtigall besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Strophentypen. Am bekanntesten sind wahrscheinlich die ansteigenden melodischen Pfeifstrophen. Der Ruf ist knarrend oder krächzend.

Zugverhalten

Die Nachtigall ist eine Langstreckenzieherin, sie verbringt den Winter im tropischen Afrika.

Beobachtungstipps

Es ist nicht einfach, eine Nachtigall zu beobachten. Ihren lauten und deutlichen Gesang vernimmt man zwar recht häufig, jedoch ist sie immer gut im Gebüsch versteckt.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Nachtigallen mögen Wälder und Parks mit reichlich Unterholz und viel herumliegendem Laub – ein guter Grund, um auch im Garten ein wenig mehr Wildnis zu wagen.

Vogelgartentipps