
Acrocephalus arundinaceus
Drosselrohrsänger
Der Drosselrohrsänger ist der größte unserer Rohrsänger. Der kleine braune Vogel macht seine unauffällige Erscheinung mit seinem charakteristischen Gesang wieder wett. Vom Teichrohrsänger ist er vor allem anhand seiner Größe zu unterscheiden. Man trifft diesen Sommervogel am Rand von Gewässern im dichten Schilfgürtel an.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
14.000 – 23.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 162 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von April bis September zu beobachten
Größe
Männchen 18 cm, Weibchen 20 cm groß
Besonderheit
singt gerne aus erhöhter Position an den cccccsitzend
Reise
Langstreckenzieher, überwintert in Südafrika
Funfact
Mit dem Spruch „schimpfen wie ein Rohrspatz“ ist ursprünglich der Drosselrohrsänger gemeint.
Beschreibung
Aussehen
Männchen und Weichen unterscheiden sich kaum im Federkleid, das Weibchen ist etwas größer und schwerer. Der Rücken ist braun, der Bauch beige gefärbt. Die weiße Kehle und ein heller Überaugenstrich sind weitere Merkmale. Kopf und Schnabel sind im Verhältnis zum Körper größer, der Schnabel wie bei einer Drossel lang und kräftig.

Verhalten
Wie alle Rohrsänger baut er sein Nest an Schilfhalmen. Es gleicht einem kleinen geflochtenen Körbchen. Die Brutzeit dauert von Mai bis August. Bereits die Küken sind als Kletterakrobaten im Schilf unterwegs.
Lebensraum
Man trifft den Drosselrohrsänger in Schilfflächen – auch Röhricht genannt – an. An den Schilfhalmen baut er seine Hängenester, nah am Ufer der Gewässer findet er seine Nahrung.
Gefährdung
Durch den Rückgang des Lebensraumes Röhricht ist der Drosselrohrsänger stark gefährdet.
Nahrung
Drosselrohrsänger ernähren sich von Insekten, Larven, Schnecken, Käfern und kleinen Spinnen.
Stimme/Laute
Er singt laut, quarrend und markant. „Kiet kiet karre karre kiet“ hört man ihn auch gerne nachts rufen.
Zugverhalten
Drosselrohrsänger ziehen im Winter bis nach Südafrika, um dann im Frühling zurückzukehren.
Beobachtungstipps
Von Sonnenaufgang bis in die Nacht hört man den Sänger rufen. Sein Gesang ist laut und auffällig. Mit Geduld und etwas Übung können Sie den gut getarnten Vogel auch im Schilf entdecken.
Aktiv werden
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