Kampfläufer läuft durch flaches Wasser.
Kampfläufer© Foto: Mathias Schäf

Calidris pugnax

Kampfläufer

Der Name leitet sich vom Balzverhalten der Männchen ab: In Balzarenen tragen sie „Turniere“ aus, um die Weibchen zu beeindrucken, dabei herrscht eine komplizierte Rollenverteilung. Die spektakuläre Halskrause der Männchen ist nur in wenigen Wochen des Jahres ausgebildet. Bei uns brüten die wenigen Paare vor allem an der Nordseeküste, aber sie sind häufige Durchzügler, die auch an Seen und überfluteten Äckern im Binnenland rasten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

15 - 30 Individuen

Bestands­trend

- 70 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

vor allem auf dem Durchzug zu beobachten

Größe

22-32 cm groß

Besonderheit

auffälliges Balzverhalten in Gruppen

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Die Farben der spektakulären Halskrausen der Männchen reichen von Weiß über Gelb- und Rottöne bis Schwarz. In einem Trupp sieht kaum ein Männchen aus wie das andere.

Kampfläufer brüten hauptsächlich in Mooren, Feuchtwiesen und Sümpfen.© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Während der Balzzeit tragen die Männchen eine auffällige Haube und farbige Federkragen. Außerhalb der Balzzeit sind sie eher unscheinbar. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen. Die Unterseite der langbeinigen Watvögel ist hell bis beige und die Oberseite etwas dunkler geschuppt. Der Schnabel ist leicht nach unten gebogen.

Die spektakuläre Halskrause der Männchen ist nur in wenigen Wochen des Jahres ausgebildet.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Das Balzverhalten der Männchen ist spektakulär. In Arenen verteidigen sie ihre Reviere durch Schaukämpfe und kurze Verfolgungen, dabei gibt es verschiedene Rollen. Nach der Paarung kümmern sich die Weibchen alleine um die Brut.

Lebensraum

Bei uns brütet der Kampfläufer fast nur noch an der Nordseeküste und ist ein regelmäßiger Durchzügler. Seine Brutareale erstrecken sich vor allem über Skandinavien und den Norden Russlands, wo er in Mooren, Feuchtwiesen und Sümpfen brütet. Er rastet in der Nähe von Seen und Teichen, sowie überfluteten Ackerflächen und auf Kies- und Sandbänken.

Gefährdung

Kampfläufer gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Die Restbestände werden extrem geschützt. Auf europäischer Ebene gelten sie als ungefährdet, doch die Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen machen ihnen auch andernorts das Überleben schwer.

Nahrung

Der Kampfläufer ernährt sich in erster Linie von Insekten und deren Larven sowie von Schnecken, Ringelwürmern und Krebstieren.

Stimme/Laute

Der Kampfläufer ist meist stumm. Selten kann man dunkle Töne von ihm vernehmen.

Zugverhalten

Er ist vorwiegend ein Langstreckenzieher, der den Winter vor allem in Afrika südlich der Sahara verbringt. In kleinerer Anzahl überwintert er auch im Mittelmeerraum. Bei uns kann er vor allem auf dem Durchzug beobachtet werden.

Beobachtungstipps

Kampfläufer kann man im Binnenland vor allem auf dem Durchzug beobachten, im Frühjahr balzen sie mitunter schon in Rastgebieten. Wenn die Männchen nicht ihre markanten Federkragen tragen, sind sie jedoch unscheinbarer, als man erwarten würde.

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