Miniopterus schreibersii
Langflügelfledermaus

Die Langflügelfledermaus gilt in Deutschland als ausgestorben: Sie ist der Definition nach jedoch eine heimische Fledermausart, da davon ausgegangen wird, dass sie sich in Quartieren am Kaiserstuhl noch in den 1960er Jahren fortgepflanzt hat. Zu dieser Zeit bewohnten ungefähr 500 Tiere die Quartiere während des Frühjahrs- und Herbstzuges. Heute gibt es bis auf einen Irrgast in den 1990er Jahren keine Nachweise ihres Vorkommens in Deutschland.
Das Hauptverbreitungsgebiet ist der gesamte Mittelmeerraum. Die nördliche Verbreitungsgrenze verläuft von Zentralfrankreich über Norditalien und Österreich bis nach Rumänien. Langflügelfledermäuse sind an felsige Gebiete gebunden. Sie nutzen sommerwarme Höhlen als Quartiere. Ihre Kolonien können mit über 1.000 Tieren sehr groß werden.
Die Langflügelfledermaus ist eine mittelgroße Fledermausart mit langen und schmalen Flügeln. Ihre Kopfbehaarung ist kurz, sehr dicht und steht – die stark gewölbte Stirn und kurze Schnauze ist für die Art einzigartig und macht sie leicht erkennbar.




