Eptesicus serotinus

Breitflügelfledermaus

Die Breitflügelfledermaus trifft man als typische „Hausfledermaus“ am ehesten im menschlichen Siedlungsraum. In den Häusern halten sich Breitflügelfledermäuse häufig im Dachfirst zwischen Dachpfanne und Isolierung auf.
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Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)© Foto: NABU/ Eberhard Menz

Die Breitflügelfledermaus nutzt das Insektenangebot an Straßenlaternen. Legt sich die Dunkelheit über das Land, profitieren wir von den Segnungen der modernen Zivilisation. Straßenlaternen erhellen nächtliche Straßen. Der ultraviolette Anteil im Lichtspektrum der Quecksilberdampflampen lockt zahlreiche Insekten wie Nachtfalter und Käfer an und bereitet für insektenjagende Fledermäuse einen reich gedeckten Speisetisch. Ihre Kieferknochen und das Insektenfressergebiss sind sehr kräftig ausgebildet. Es ist oft ein vernehmbares Knacken zu hören, wenn die Tiere die harten Chitinpanzer zum Beispiel eines Maikäfers zerbeißen.

Lebensraum

Die Art ist als typische Hausfledermaus im menschlichen Siedlungsraum anzutreffen. In den Häusern halten sich Breitflügelfledermäuse häufig im Dachfirst zwischen Dachpfanne und Isolierung auf. Selten sind sie auf dem Dachboden selbst zu entdecken.

Gleich nach dem Sonnenuntergang fliegen Breitflügelfledermäuse aus dem Quartier. Ihr Flug wirkt relativ langsam, fast behäbig. Die Fluggeschwindigkeit beträgt 20 bis 30 Stundenkilometer. Die Jagdreviere befinden sich häufig nicht in allzu großer Entfernung vom Wochenstubenquartier. Als bevorzugte Jagdgebiete sind die Tiere nicht nur an Straßenlaternen zu finden, sondern auch in Gärten oder in Parks.

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Eigenarten

Die verhältnismäßig großen Breitflügelfledermäuse haben eine Spannweite von rund 36 Zentimetern. Ihre Silhouette ist gegen den dämmrigen Abendhimmel oft gut zu erkennen und verrät ihr Charakteristikum, die breiten Flügel, die den Tieren den Namen gegeben haben. Der langsame Flug mit ruhigem Flügelschlag bestimmt das Flugbild dieses gemütlichen Hausgenossen. Diese Fledermaus unternimmt keine schnellen Wendemanöver, um Beute aufzuspüren. Aufgrund ihrer leistungsfähigen Ultraschallechoortung entgeht den Breitflügelfledermäusen aber nur selten ein Beuteinsekt.

Trotz eines hohen Nahrungsbedarfes jagen die meisten Fledermäuse nicht kontinuierlich die ganze Nacht hindurch. So kehren auch Breitflügelfledermäusen zwischenzeitlich in ihr Wochenstubenquartier zurück, um eine Pause einzulegen. Besonders häufig ist dies im Juni/Juli, wenn die Weibchen ihre Jungen säugen.

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Breitflügelfledermaus - NABU