Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen NABU und Verband der Zoologischen Gärten
Bedrohte Arten gemeinsam schützen
Der Erhalt der Artenvielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und im Angesicht des Massenaussterbens von Arten muss man sogar sagen: Es ist eine Mammutaufgabe! Der NABU stellt sich ihr in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern.
Seit 2000 arbeitet der NABU auch eng mit dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) zusammen. Am 17. Mai 2023 haben beide Verbände erklärt, die Zusammenarbeit zu verstärken. Ziel der Kooperation ist es, den Natur- und Artenschutz im engem Schulterschluss und durch gemeinsame Projekte weiter voranzubringen. Viele Zoos in Deutschland haben sich mittlerweile dem Artenschutz verschrieben. Der NABU steht mit über 20 Zoologischen Gärten in engem partnerschaftlichem Austausch und setzt mit ihnen gemeinsame Artenschutzprojekte im In- und Ausland um.
Artenschutz und Umweltbildung
Konkret umfasst die Zusammenarbeit praktischen Artenschutz wie das Auswildern von Tieren, gemeinsame Veranstaltungen und Führungen sowie finanzielle Unterstützung der NABU-Artenschutzprojekte vor Ort. Beispiele sind der Zoo Dortmund, der sich seit über zehn Jahren an der Auswilderung von Schleiereulen und Steinkäuzen beteiligt, sowie der Tierpark Berlin und die Wilhelma in Stuttgart, die das NABU-Schneeleopardenprojekt in Kirgisistan finanziell unterstützen.
Auch Umweltbildung steht bei der Zusammenarbeit im Fokus. Zoos haben mit bundesweit 45 Millionen Besucher*innen pro Jahr ein großes Umweltbildungspotenzial. Sie bieten die einzigartige Möglichkeit, die breite Bevölkerung für die Handlungsweisen und Zielsetzungen des Natur- und Artenschutzes zu sensibilisieren.
Beide Verbände befürworten auf der Grundlage des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES sowie der EU-weit und national geltenden Natur- und Artenschutzbestimmungen ein wirksames und ambitioniertes Artenschutzrecht und setzen sich gegen Wilderei und illegalen Tierhandel ein.