Naturschutz im Herzen Zentralasiens

Kirgisistan

Der Schutz bedrohter Arten und die Einrichtung von Schutzgebieten stehen seit Anfang der 90er-Jahre im Zentrum unseres Engagements in Kirgisistan. Durch gezielte Projekte unterstützt der NABU nachhaltige Regionalentwicklung und bewahrt wertvolle Lebensräume.
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Seine Fülle an Lebensräumen, von beeindruckenden Hochgebirgslandschaften bis hin zu Wüstenhabitaten, macht Kirgisistan zu einem globalen Biodiversitäts-Hotspot. In dem zentralasiatischen Land konnte sich eine außergewöhnliche Artenvielfalt entwickeln: Rund 20.000 Arten, darunter zahlreiche endemische Pflanzen und Tiere, leben hier auf nur 0,13 Prozent der weltweiten Landmasse.

Doch Wilderei, illegaler Handel und der Verlust von Lebensräumen bedrohen die wertvollen Ökosysteme Kirgisistans, die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung und das Überleben vieler Tierarten, wie dem bedrohten Schneeleoparden. 

Deswegen setzt sich der NABU seit Anfang der 1990er Jahre aktiv für den Schutz von Kirgisistans Natur und für die Menschen vor Ort ein. Gemeinsam mit der kirgisischen Regierung, internationalen Partnern und lokalen Gemeinden setzen wir Naturschutzprojekte um und unterstützen nachhaltige Entwicklung. 

Die Schwerpunkte unserer Arbeit in Kirgisistan:

  • Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen, insbesondere in den Gebirgsregionen des Tien Shans 
  • Monitoring und Schutz bedrohter Arten, vor allem des Schneeleoparden 
  • Bekämpfung der illegalen Jagd und des Handels mit bedrohten Arten 
  • Durchführung von Umweltbildungsprojekten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 
  • Einrichtung und Management von Schutzgebieten in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung  
  • Stärkung der Zivilgesellschaft 

Unsere Erfolge

  • Einrichtung des UNESCO-Biosphärenreservats Issyk-Kul (43.000 Quadratkilometer) 
  • Eröffnung von zwei NABU- Filialen in Kirgisistan in der Hauptstadt Bishkek im Norden und in Osch im Süden des Landes 
  • Etablierung von zwei Anti-Wilderei-Gruppen “Gruppa Bars”: 250 Wilderei-Fälle wurden verhindert und 70 Waffen konfisziert
  • Bau eines Rehabilitationszentrums für verletzte oder verwaiste Wildtiere
  • Errichtung von zwei Umweltbildungszentren für Kinder und Jugendliche und Entwicklung eines vielfältigen Bildungsprogramms 
  • Initiierung des Globalen Schneeleopardenforums als internationales Netzwerks zur Erhaltung des Schneeleoparden unter Beteiligung aller 12 Verbreitungsstaaten 
  • Initiierung des Tages des Schneeleoparden, Organisation von Konferenzen zum Schutz des Schneeleoparden und Verleihung des NABU-Snow Leopard Award  

Unsere Projekte in Kirgisistan

Projekteinblick: NABU-Aktivitäten zum Schutz des Schneeleoparden

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