Für eine saubere Zukunft in Kafa, Äthiopien

Gemeindebasiertes Abfallmanagement in Bonga

Müll ist ein ernstes Problem in Äthiopiens Städten. Er strandet in der Natur, verstopft Wasserwege und gefährdet die Gesundheit. Im Kampf gegen die Verschmutzung entwickeln der NABU und seine Partner ein effektiveres Abfallmanagement mit lokalen Gemeinden.
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Müll ist ein ernstes Problem für die Menschen und die Natur in Äthiopien. Besonders in den Städten, wie Bonga im Südwesten des Landes, ist effektives Abfallmanagements eine echte Herausforderung. Durch Bevölkerungswachstums, Inflation und mangelnden politischen Willen, fehlt es an Geld und Technik für die fachgerechte Entsorgung. Zwar gibt es eine landesweite Abfallstrategie, doch viele Regionen werden nicht ausreichend unterstützt. Unzureichendes Abfallmanagement und fehlende Umschlagplätze führen zu großen Ansammlungen von Müll entlang von Straßen und Wasserwegen. In Folge verschärft sich das Risiko für die Übertragung von Krankheiten und die Kontamination von Gewässern.

Gemeinsam gegen die Müllflut

Das Projekt hat zum Ziel, ein funktionstüchtiges, gemeindebasiertes Abfallmanagement in Pilot-Gemeinden in Bonga zu etablieren. Dabei wird nicht nur auf eine umfassende Grundlagenstudie zu Abfallmenge, -art und -management gesetzt, sondern auch auf eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands der Ressourcenverteilung und Administration der Müllentsorgung. Gleichzeitig wird eine Kollaboration aller Beteiligten zur Verabschiedung eines Managementplans für die entsprechenden Gemeinden aufgebaut. Um das praktische, gemeindebasierte Abfallmanagement zu unterstützen, werden unter anderem drei temporäre Müllumschlagplätze aufgebaut, Schulungen durchgeführt und die Stadtbevölkerung über TV, Radio und Plakate über Risiken und Handlungsoptionen informiert.

Projektdaten

Projektname
Gemeindebasiertes Abfallmanagement in Bonga, Kafa-Biosphärenreservat

Land/ Region
Bonga, Kafa, Äthiopien

Laufzeit
Oktober 2024 – September 2025

Partnerorganisationen
NABU Ethiopia

Finanziert/ unterstützt durch
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden Nachhaltigkeitszielen („SDGs“) der Vereinten Nationen:
3, 6, 9, 11, 12