Wie Naturwälder dem Klimaschutz nutzen
Das Projekt SpeicherWald
Nicht bewirtschaftete Wälder leisten im Vergleich zu Wirtschaftswäldern einen größeren Beitrag zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung. Insbesondere in den Bäumen selbst und im Mineralboden werden große Mengen an Kohlenstoff gebunden.
Solche Naturwälder haben eine hohe Bedeutung für den weltweiten Klimaschutz und den Schutz der biologischen Vielfalt. Derzeit ist der Anteil von Wäldern in Deutschland, die einer natürlichen Entwicklung überlassen werden, mit 2,8 Prozent der Gesamtwaldfläche jedoch sehr gering.
Mit dem Verbundprojekt SpeicherWald zwischen Klima-Bündnis und NABU wurde die Bedeutung unbewirtschafteter Wälder für den regionalen Klimaschutz stärker ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt und grundlegendes Wissen über den Zusammenhang zwischen dem Ökosystem Wald und dem Klimawandel vermittelt. Das Projekt wurde 2019 beendet.
Der Nutzungsverzicht im Wald soll besser akzeptiert werden
Im Rahmen des Projektes wurden in fünf Modellregionen Umweltbildungsmaßnahmen in Schulen, Informations- und Dialogveranstaltungen, ein Cartoon-Wettbewerb sowie Weiterbildungen von Multiplikatoren durchgeführt. Die Veranstaltungen richteten sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, private Waldbesitzerinnen und -besitzer sowie an politische Entscheidungsträger. Das Ziel: Die Akzeptanz für den forstwirtschaftlichen Nutzungsverzicht im Wald zu erhöhen und die lokale Bevölkerung zu motivieren, sich aktiv vor Ort für ihren Wald vor der Haustür einzusetzen.
Webseite des SpeicherWald-Projekts
Weitere Informationen zum abgeschlossenen Projekt gibt es unter www.SpeicherWald.de. Dort erfahren können Sie beispielsweise Materialien herunterladen.