
Rallus aquaticus
Wasserralle
Die Wasserralle wird im Volksmund auch liebevoll „Schilfschwein“ genannt, denn ihr gesamtes Lautrepertoire erinnert eher an ein Schwein als an einen Wasservogel. Sie ist zwar in ganz Deutschland an kleinen Gewässern zu Hause, aber sehr heimlich und gut getarnt unterwegs.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
12.000 - 17.500 Brutpaare
Bestandstrend
+ 10 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu entdecken
Größe
23-28 cm groß
Besonderheit
öfter zu hören als zu sehen.
Funfact
Ihr Körper ist schmal und seitlich stark komprimiert ("dürr wie eine Ralle"), wodurch sie sich flink und reibungslos durch engste Schilf- und Grasstängel schlängeln kann.
Beschreibung
Aussehen
Wasserrallen sind etwa amselgroß und leicht birnenförmig. Ihre Oberseite ist olivbraun und schwarz gestreift, Flanken und Bauch sind schwarz-weiß gebändert. Gesicht und Unterseite sind schiefergrau. Auffällig an Wasserrallen ist vor allem der lange, rote Schnabel.
Verhalten
Scheu und heimlich bewegen sie sich hauptsächlich in der dichten Ufervegetation und verständigen sich durch Rufe. Sie sind Meister des Versteckens. Im Winter kommen sie teils aus der schützenden Vegetation hervor. Bei Gefahr fliegen sie schnell auf, um gleich darauf im Dickicht wieder zu verschwinden.
Lebensraum
Der bevorzugte Lebensraum von Wasserrallen sind kleine, flache Teiche, Tümpel, Feuchtgebiete und Überschwemmungsflächen. Vor allem dichte Ufervegetation und Schilfbestände sind für sie wichtig.
Gefährdung
Wasserrallen sind auf der Vorwarnliste gefährdeter Vögel in Deutschland.
Nahrung
Sie fressen gerne Würmer, Insekten, Spinnen und gelegentlich auch kleine Fische, Frösche und Aas.
Stimme/Laute
Das „Schilfschwein“ hat ein umfassendes Repertoire an Lauten. Ein ferkelartiges hohes Quieken gehört ebenso dazu wie ein griesgrämiges „grrüIIT grooIT gruo gru“ oder ein sehr erschöpftes „ouuuh“. Nachts lässt es zur Paarungszeit sehr ausdauernd ein „küpp küpp küpp küpp“ von sich hören.
Zugverhalten
Wasserrallen sind ganzjährig bei uns unterwegs. Vögel aus anderen Regionen ziehen bei uns durch.
Beobachtungstipps
Möchten Sie das „Schilfschwein“ einmal live erleben, ist die Wahrscheinlichkeit dafür im Frühjahr am größten. Vor allem frühmorgens und in der Dämmerung hört man ihren Ruf.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Wasserrallen sind auf sumpfige, feuchte und vegetationsreiche Flächen angewiesen. Der Schutz oder die Renaturierung solcher Feuchtgebiete und Sümpfe ist also auch für Wasserrallen von großer Bedeutung.







