Stockentenerpel im Wasser
Stockentenerpel im Wasser© Foto: Frank Derer

Anas platyrhynchos

Stockente

Das Quaken der Stockente ist uns wohl das Vertrauteste beim Besuch am Ententeich. Im Frühling freuen wir uns, wenn die ersten flauschigen Küken das Gewässer erobern. Früher wurde sie Wildente genannt. Da die Bezeichnung jedoch sehr ungenau ist, hat man sich auf Stockente geeinigt. Der Name kommt daher, dass sie ihre Nester gerne auf auf den Stock gesetzten Weiden, Knicks und Röhrichten baut.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

175.000 - 315.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 32 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig bei uns zu beobachten.

Größe

50-60 cm groß, Flügelspannweite 81-95 cm

Besonderheit

Ihr lautes Quaken ist schon von weitem unverkennbar.

Reise

Teilzieher, nördliche Vögel weichen im Winter vorm Eis

Funfact

Die Weibchen brüten auch immer mal wieder in Balkonkästen. Feuerwehr oder Naturschützer bringen dann Entenmutter und Küken nach dem Schlupf zum nächsten Teich.

Beschreibung

Aussehen

Der Erpel ist grau gefärbt und hat einen weißen Ring um den Hals, eine dunkelbraune Brust und einen grün schimmernden Kopf. Der Spiegel ist blau. Der Schnabel ist gelb, die Beine orange. Im Schlichtkleid ist er dem Weibchen ähnlich, jedoch ist der Schnabel gelb. Das Weibchen hat einen orange-grauen Schnabel. Der Körper ist beigebraun mit brauner Musterung und blauem Spiegel.

Verhalten

Häufig sieht man die Stockenten als Paar umherschwimmen. Zur Balzzeit versuchen die Männchen, die Weibchen zu beeindrucken. Oft wird beobachtet, wie mehrere Männchen ein Weibchen bedrängen, bis es die Flucht ergreift. Bei der Nistplatzwahl sind Stockenten sehr kreativ. Sind die Küken geschlüpft, ergründen sie gemeinsam mit ihrer Mutter den Teich.

Lebensraum

Die Stockente trifft man an jedem Gewässer bei uns an. Seen, Teiche, Flüsse, Parks und auch die Küste zählen zu ihrem Lebensraum.

Gefährdung

Die Stockente ist nicht gefährdet.

Nahrung

Sie fressen gerne Pflanzen von Ufer und Land, Wasserpflanzen, Sämereien, Beeren, Früchte. Aber auch tierische Nahrung wie Frösche, Schnecken, Würmer, Laich, Larven und sogar kleine Fische stehen auf ihrem Speiseplan.

Stimme/Laute

Das typische Quaken kommt vom Weibchen. Es ruft abklingend „wääähk wäähk wäähk wäähk“ oder „wak wak wak“. Der Erpel lässt ein gedämpfteres „rääb“ hören. Zur Balz pfeift er kurz und wiederholt „piu“ oder „fihb“.

Zugverhalten

Stockenten fühlen sich das ganze Jahr über bei uns wohl. Nördlich brütende Exemplare ziehen sich im Winter vor Eis und Schnee in mildere Gebiete in unseren Breiten zurück.

Beobachtungstipps

Oft schon im April kann man die kleinen Küken beobachten, wenn sie mit ihrer Mutter auf ihre ersten Ausflüge schwimmen. Im Sommer und Herbst mag es so scheinen, als könne man nur Weibchen beobachten. Aber im Schlichtkleid ähneln auch die Erpel wie bei allen Enten eher den Weibchen und den Jungvögeln.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Enten sollten niemals mit Brot gefüttert werden, da Salz, Konservierungsstoffe und ähnliches Tier und Gewässer schaden. Besser sind spezielles Entenfutter, Getreidekörner oder Haferflocken, die Sie an Land verstreuen können.

Mehr Infos hier

Das macht der NABU

Wildvogelstation des NABU Berlin

Umsiedelung von Enten auf Balkonen

Eigentlich legen die Stockenten ihre Nester gut versteckt im Schilf an. Finden sie keinen Brutplatz, weichen sie auf Balkon oder Flachdächer aus.

Weitere Informationen

Weitere Enten kennenlernen

Vogelporträt: Stockente - NABU