
Charadrius alexandrinus
Seeregenpfeifer
Bei uns kommt der Seeregenpfeifer nur sehr selten vor. Er lebt bevorzugt an der Küste, verlässt uns aber im Winter und zieht dann lieber in wärmere Gefilde. Der kleine Watvogel lässt sich durch seine Zeichnung gut vom Fluss- und Sandregenpfeifer unterscheiden. Er brütet kaum bei uns, man kann ihn höchstens an der Nordseeküste, vor allem in Schleswig-Holstein, antreffen.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
300 - 300 Brutpaare
Bestandstrend
- 35 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von April bis Oktober zu beobachten
Größe
15-17 cm groß
Besonderheit
trippelt flink auf der Suche nach Nahrung im Watt
Reise
Mittel- und Langstreckenzieher
Funfact
Es wurden zahlreiche Initiativen und Forschungsprogramme für den verbesserten Schutz des Seeregenpfeifers in verschiedenen Ländern und Regionen ins Leben gerufen.
Beschreibung
Aussehen
Er ist hochbeinig und langschnäblig mit dunkeln Augen ohne Augenring. Die Rückseite ist gräulich bis sandfarben mit weißem Nackenband. Der Bauch ist weiß. Das schwarze Brustband ist nicht geschlossen. Das Männchen hat zur Balzzeit einen rotbraunen bis orangenen Nacken. Beine und Schnabel sind dunkel.
Verhalten
Flink trippelt der kleine Seeregenpfeifer über den Sand und stößt hin und wieder seine Rufe aus. Das Nest baut er in einer Bodenmulde. Droht seinem Nachwuchs Gefahr, verleitet er den Feind, indem er eine Flügelverletzung vortäuscht und sehr dramatisch zur Schau stellt.
Lebensraum
Der Regenpfeifer bevorzugt schlammige und sandige Küstenstreifen oder salzige Binnenseen. Bei uns trifft man ihn typischerweise am Wattenmeer an.
Gefährdung
Seeregenpfeifer sind bei uns stark gefährdet.
Nahrung
Seine Nahrung besteht aus Insekten, Krebsen, Würmern, Schnecken und kleinen Muscheln.
Stimme/Laute
Im Flug ruft er kurz „bip“ oder „bipip“. Ein weiches geflötetes „huit“ und ein leises rollendes „drrp drrrp“ lässt er am Boden häufig von sich hören. Sein Balzruf ist ein rollendes härteres „drrruuRRIRRE-RE“.
Zugverhalten
Seeregenpfeifer verlassen im Herbst die Nordseeküste und fliegen nach Südeuropa und Nordafrika an die Küste. Bei uns trifft man dann auch viele Durchzügler an. Im Frühling kehren sie aus dem Winterquartier zurück.
Beobachtungstipps
Das NABU-Schutzgebiet "Hamburger Hallig" nördlich von Husum beherbergt einen der größten Brutbestände der Art im Nordseeraum.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Da Seeregenpfeifer ihre Nester direkt am Boden im Sand oder auf Kies ablegen, sind sie extrem anfällig für Störungen durch den Menschen. Halte bei Strandspaziergängen in Regionen wie St. Peter-Ording Abstand zu den Vögeln, besonders während der Brutzeit sowie der Mauserzeit von Juli bis September.












