Seeregenpfeifer
© Foto: Mathias Schäf

Charadrius alexandrinus

Seeregenpfeifer

Bei uns kommt der Seeregenpfeifer nur sehr selten vor. Er lebt bevorzugt an der Küste, verlässt uns aber im Winter und zieht dann lieber in wärmere Gefilde. Der kleine Watvogel lässt sich durch seine Zeichnung gut vom Fluss- und Sandregenpfeifer unterscheiden. Er brütet kaum bei uns, man kann ihn höchstens an der Nordseeküste, vor allem in Schleswig-Holstein, antreffen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

300 - 300 Brutpaare

Bestands­trend

- 35 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Oktober zu beobachten

Größe

15-17 cm groß

Besonderheit

trippelt flink auf der Suche nach Nahrung im Watt

Reise

Mittel- und Langstreckenzieher

Funfact

Es wurden zahlreiche Initiativen und Forschungsprogramme für den verbesserten Schutz des Seeregenpfeifers in verschiedenen Ländern und Regionen ins Leben gerufen.

Beschreibung

Aussehen

Er ist hochbeinig und langschnäblig mit dunkeln Augen ohne Augenring. Die Rückseite ist gräulich bis sandfarben mit weißem Nackenband. Der Bauch ist weiß. Das schwarze Brustband ist nicht geschlossen. Das Männchen hat zur Balzzeit einen rotbraunen bis orangenen Nacken. Beine und Schnabel sind dunkel.

Verhalten

Flink trippelt der kleine Seeregenpfeifer über den Sand und stößt hin und wieder seine Rufe aus. Das Nest baut er in einer Bodenmulde. Droht seinem Nachwuchs Gefahr, verleitet er den Feind, indem er eine Flügelverletzung vortäuscht und sehr dramatisch zur Schau stellt.

Lebensraum

Der Regenpfeifer bevorzugt schlammige und sandige Küstenstreifen oder salzige Binnenseen. Bei uns trifft man ihn typischerweise am Wattenmeer an.

Gefährdung

Seeregenpfeifer sind bei uns stark gefährdet.

Nahrung

Seine Nahrung besteht aus Insekten, Krebsen, Würmern, Schnecken und kleinen Muscheln.

Stimme/Laute

Im Flug ruft er kurz „bip“ oder „bipip“. Ein weiches geflötetes „huit“ und ein leises rollendes „drrp drrrp“ lässt er am Boden häufig von sich hören. Sein Balzruf ist ein rollendes härteres „drrruuRRIRRE-RE“.

Zugverhalten

Seeregenpfeifer verlassen im Herbst die Nordseeküste und fliegen nach Südeuropa und Nordafrika an die Küste. Bei uns trifft man dann auch viele Durchzügler an. Im Frühling kehren sie aus dem Winterquartier zurück.

Beobachtungstipps

Das NABU-Schutzgebiet "Hamburger Hallig" nördlich von Husum beherbergt einen der größten Brutbestände der Art im Nordseeraum. 

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Aktiv werden

Was kann ich tun?

Da Seeregenpfeifer ihre Nester direkt am Boden im Sand oder auf Kies ablegen, sind sie extrem anfällig für Störungen durch den Menschen. Halte bei Strandspaziergängen in Regionen wie St. Peter-Ording Abstand zu den Vögeln, besonders während der Brutzeit sowie der Mauserzeit von Juli bis September.

Das macht der NABU

Das Gebäude des MOIN in der Außenansicht.

Seeregenpfeifer-Projekt

Forschen für besseren Schutz

Seeregenpfeifer zählen zu den am stärksten bedrohten Vogelarten an den Nordsee-Küsten. Daher wurden zahlreiche Initiativen und Forschungsprogramme für den verbesserten Schutz des Seeregenpfeifers in verschiedenen Ländern und Regionen begonnen.

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