
Hippolais polyglotta
Orpheusspötter
Der Orpheusspötter sieht dem Gelbspötter zum Verwechseln ähnlich, allerdings ist seine Unterseite nicht zitronengelb, sondern hellgelb mit einem leicht beigen Anflug. Er hat auch ähnliche Ansprüche an sein Habitat, jedoch ist er deutlich seltener und kommt nur im äußersten Westen Deutschlands vor. Er singt häufig von einer exponierten Warte aus. Die Wintermonate verbringt er in Westafrika.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
850 – 1.700 Brutpaare
Bestandstrend
+ 135 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
in den Sommermonaten zu beobachten
Größe
12-13 cm groß
Besonderheit
singt von exponierter Warte aus
Reise
Langstreckenzieher
Funfact
Der Orpheusspötter ist vermutlich erst im letzten Jahrhundert aus dem Süden und Westen nach Mitteleuropa eingewandert und breitet sich weiter nach Nordosten aus.
Beschreibung
Aussehen
Der Orpheusspötter ähnelt stark dem Gelbspötter. Allerdings wirkt er etwas rundlicher und freundlicher und hat eine eher hellgelbe Unterseite. Außerdem sind seine Flügel deutlich kürzer. Die Oberseite ist eher bräunlich grün und das helle Flügelfeld deutlich schwächer ausgeprägt. Auch er hat einen kurzen Überaugenstreif und helle Zügel.
Verhalten
Der Orpheusspötter lebt nicht ganz so heimlich wie der Gelbspötter und singt auch mal laut von einer exponierten Warte aus.
Lebensraum
Er ist weniger an Bäume gebunden als der Gelbspötter. Er besiedelt eher sonnige Standorte wie lichte Waldränder, verwilderte Gärten und Hecken.
Gefährdung
Er ist in Deutschland nicht gefährdet.
Nahrung
Orpheusspötter ernähren sich vor allem von Insekten und Spinnen. Seltener fressen sie auch Früchte.
Stimme/Laute
Der Gesang des Orpheusspötters ist sehr vielseitig und etwas leiser und schneller als der des Gelbspötters. Er hat ein breites Repertoire an plaudernden, schrillen und pfeifenden Tönen und baut ab und zu auch Imitationen ein.
Zugverhalten
Er ist ein Langstreckenzieher, der die Sommermonate in West- bzw. Südwesteuropa und die Wintermonate in Westafrika südlich der Sahara verbringt. Er zieht nachts und eher an den Küstenlinie entlang, nicht wie der Gelbspötter frontal über das Mittelmeer.
Beobachtungstipps
Der Orpheusspötter sieht dem Gelbspötter sehr ähnlich, jedoch kommt er nur im äußersten Westen Deutschlands vor. Sonnige Orte mit Gebüschen mag er dort besonders. Er singt häufiger auch von einer exponierten Warte aus.
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