Kiebitzregenpfeifer läuft am Wasser entlang.
Kiebitzregenpfeifer© Foto: Mathias Schäf

Pluvialis squatarola

Kiebitzregenpfeifer

Der Kiebitzregenpfeifer wird im Englischen Grauer Regenpfeifer genannt, was eine recht treffende Bezeichnung ist. Er sieht dem Goldregenpfeifer sehr ähnlich, nur ist er statt gold eben grau oder silber gefärbt. Anders als sein goldener Verwandter ist der Kiebitzregenpfeifer jedoch lieber alleine unterwegs. Er fliegt auf seinem Zug einmal die gesamte europäische Küste hinunter und im Frühling wieder hoch.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

16.500 Individuen

Bestands­trend

- 9 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

im Oktober und April zu beobachten

Größe

27-30 cm groß, Flügelspannweite 56-63 cm

Besonderheit

wäscht gerne sein Futter

Reise

Langstreckenzieher, überwintert an mitteleuropäischer Küste und am Mittelmeer

Funfact

/

Zur Paarungszeit tun sich Kiebitzregenpfeifer für kurze Zeit mit einem Partner zusammen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Kiebitzregenpfeifer ist am Rücken schwarz-weiß gesprenkelt, was insgesamt silbriggrau wirkt. Im Prachtkleid ist die tiefschwarze Unterseite weiß gerahmt. Im Schlichtkleid ist er unauffällig graubraun gefärbt. Die Unterseite ist schmutzig weiß. Deutlich erkennbar sind weiße Flügelbinden und schwarze Achseln.

Im Oktober legen viele Kiebitzregenpfeifer an der Nordseeküste eine Pause ein.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Kiebitzregenpfeifer sind ausgesprochene Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit tun sie sich kurzzeitig mit einem Partner zusammen. Ihre Nahrung suchen sie, indem sie regungslos nach Beutetieren Ausschau halten und sie dann zügig aufpicken. Ihr Futter waschen sie oft, bevor sie es fressen, und holen Muscheln und Krebse aus ihrer Schale.

Lebensraum

Zur Brutzeit trifft man den Kiebitzregenpfeifer in der arktischen Tundra an. Auf seinem Zug in den Süden rastet er bevorzugt an der Küste im Watt, auf Schlammflächen, Sandbänken und weiten Stränden.

Gefährdung

Kiebitzregenpfeifer sind nicht gefährdet.

Nahrung

Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Würmer, Schnecken, Krebse, Muscheln und Insekten. Im Sommer werden auch Beeren hin und wieder verspeist.

Stimme/Laute

Der typische Ruf ist ein schrilles, dreisilbiges „tli-ü-i“ oder „tli-üh“.

Zugverhalten

Auf ihrem Zug ins Winterquartier fliegen viele Kiebitzregenpfeifer die gesamte europäische Küste ab, einige aber auch durchs Binnenland nach Afrika.

Beobachtungstipps

Im Oktober legen viele Kiebitzregenpfeifer an der Nordseeküste eine Pause ein. Dann ist die Chance am größten, einen der silbriggrauen Regenpfeifer zu Gesicht zu bekommen.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!

Mitglied werden