Höckerschwan schwimmt auf dem Wasser.
Höckerschwan im Winter© Foto: Marc Scharping

Cygnus olor

Höckerschwan

Der Höckerschwan ist der in Deutschland am häufigsten vorkommende Schwan. Er brütet an Gewässern aller Art und zeigt sich relativ unanfällig Störungen gegenüber. Viele mitteleuropäische Populationen stammen von Park- und Ziervögeln, die ab dem 16. Jahrhundert gehalten wurden. Im Brutgebiet ist er oft Menschen oder anderen Schwänen gegenüber aggressiv, wenn man ihm zu nahe kommt. Sein auffälligstes Merkmal ist der große, schwarze Stirnhöcker oberhalb des Schnabels.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

14.000 - 19.500 Brutpaare

Bestands­trend

+ 35 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

140-160 cm groß

Besonderheit

markanter Stirnhöcker

Funfact

Der elegante Schwan gilt häufig als Symbol der Liebe, allerdings zeigt er im Frühjahr am Brutplatz ein aggressives Verhalten gegenüber potenziellen Feinden.

Der Höckerschwan ist der am häufigsten vorkommende Schwan in Deutschland .© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der ausgewachsene Höckerschwan hat ein reinweißes Gefieder und einen langen Hals, den er häufig s-förmig hält. Sein Schnabel ist orange. Der Stirnhöcker, die Nasenlöcher, die Schnabelspitze und die Schneidekanten sind hingegen schwarz. Der Schwanz ist relativ lang und spitz.

Das Gefieder eines Höckerschwans ist reinweiß.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Er ist wenig scheu und zeigt im Brutgebiet oft ein aggressives Verhalten. Dann baut er sich mit segelartig augestellten Flügeln und zurückgezogenem Hals vor Menschen, Hunden und anderen Schwänen auf. Im Wasser gründelt er auf der Suche nach Nahrung. Sein Nest baut er aus Schilf und Zweigen am Ufer oder auf dem Wasser.

Lebensraum

Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und brütet an zahlreichen Gewässertypen, auch in Parks und an künstlich angelegten Seen.

Gefährdung

Der Höckerschwan ist nicht gefährdet.

Nahrung

Der Höckerschwan ernährt sich vor allem von Wasser- und Sumpfpflanzen, man sieht ihn aber auch auf jungen Rapsfeldern.

Stimme/Laute

Er ist häufig stumm, aber seine Flügelschläge produzieren ein pfeifendes Geräusch. Sein Ruf ist ein explosives, schnarchendes „hiorr“. Drohend gibt er auch ein scharfes Fauchen von sich.

Zugverhalten

Hierzulande sind Höckerschwäne Standvögel. Dazu kommen Wintergäste aus dem Nordosten. Auf großen Binnengewässern und Meeresbuchten sammeln sie sich im Spätsommer zur Mauser.

Beobachtungstipps

Die riesigen weißen Vögel kann man häufig in Parks und an Seen beobachten. Sie sind wenig scheu gegenüber dem Menschen und allseits bekannt. Man sollte nur aufpassen, dass man ihnen gerade im Frühjahr nicht zu nahe kommt.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Halten Sie ausreichend Abstand zu Schwanennestern und jungen Schwanenküken.

Vogelporträt: Höckerschwan - NABU