Goldregenpfeifer auf einer steinigen Wiese.
Vogel des Jahres 1975
Goldregenpfeifer© Foto: Mathias Schäf

Pluvialis apricaria

Goldregenpfeifer

Jedes Jahr treibt es viele Ornitholog*innen ans Wattenmeer. Wenn dort im Frühling und Herbst die großen Zugvogelschwärme eintreffen, um sich auf ihrer Reise auszuruhen und zu stärken, sind auch die Goldregenpfeifer in großer Zahl vertreten. Die Goldis, wie sie auch liebevoll genannt werden, lassen sich dann wunderbar im dichten Schwarm fliegend oder bei der Nahrungssuche beobachten. Gerne sind sie zusammen mit Kiebitzen unterwegs.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

0 - 1 Brutpaar

Bestands­trend

unbekannt

Steckbrief

Beobachten

von Oktober bis März häufiger zu beobachten

Größe

25-28 cm groß, Flügelspannweite 53-59 cm

Besonderheit

auf dem Zug in riesigen Schwärmen unterwegs

Reise

Jahresvogel und Kurz- und Mittelstreckenzieher

Funfact

Im Flug wirkt der Schwarm wie ein goldener Regenschauer.

Goldregenpfeifer zeigen bei der Nahrungssuche eine aufrechte Haltung.© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Der Goldregenpfeifer macht im Prachtkleid seinem Namen alle Ehre. Der Rücken ist dann gold, weiß und schwarz gesprenkelt. Bauch und Gesicht sind tiefschwarz und weiß umrandet. Im Flug erkennt man gut die weißen Achseln. Das Schlichtkleid ist unauffällig graubräunlich gefärbt, mit weißem Bauch.

Auf dem Zug und im Winter rasten Goldregenpfeifer auch auf Feldern.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Goldregenpfeifer picken ihre Nahrung vom Boden auf. Sie stochern auch im Schlamm nach Würmern. Typisch ist auch eine aufrechte Körperhaltung, um nach Futter Ausschau zu halten und dann plötzlich wieder loszutippeln. Auf dem Zug schließen sich Goldregenpfeifer zu großen dichten Schwärmen zusammen.

Lebensraum

Sie sind Brutvögel der Moore und Sumpflandschaften und bevorzugen auch Heide und kurzrasige Wiesen. Auf dem Zug und im Winter rasten sie auf Feldern, in Feuchtgebieten, auf Salzwiesen und Salzmarschen.

Gefährdung

Sie brüten nur noch vereinzelt bei uns und gelten als vom Aussterben bedroht.

Nahrung

Auf dem Speiseplan des Goldregenpfeifers stehen Insekten, Würmer, Schnecken sowie Beeren und Sämereien.

Stimme/Laute

Das charakteristische flötende „düh“ ist weit zu hören. Im Balzflug macht er mit einem klagenden „pü-PII-i, pü-PII-u“ auf sich aufmerksam.

Zugverhalten

Goldregenpfeifer überwintern in Südwest- und Südeuropa. Ein kleiner Teil bleibt im Winter auch an der Nordseeküste. Auf dem Zug passieren sie im Herbst und Frühjahr in großer Zahl die Ost- und Nordseeküste.

Beobachtungstipps

In dichten Schwärmen sieht man sie im März und von August bis Oktober unter anderem im Wattenmeer rasten. Dieses Schauspiel sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Gerade, wenn im Herbst das Prachtkleid noch vage zu erkennen ist und die Goldis ihre Flugmanöver fliegen. Von der Sonne beschienen, blinkt im Wechsel das schwarze oder goldene Gefieder auf.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Goldregenpfeifer sind nur noch in winziger Zahl in einem kleinen Moorgebiet Niedersachsens als Brutvögel vorhanden. Schutzmaßnahmen versuchen, den Bestand am Leben zu erhalten. Der Schutz der Moore ist die Voraussetzung, dass sie uns bewahrt bleiben.

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