Früher war der Graue Kronenkranich – das Wappentier Ugandas und als Glücksbote bekannt – in Kenia weit verbreitet. Heute ist seine Lage besorgniserregend: Von ehemals 35.000 Kronenkranichen bleiben nur noch 8.000 bis 10.000 Exemplare. Die Sümpfe und Wiesen, die seinen Lebensraum ausmachen, werden in Äcker oder Weidefläche umgewandelt. Siedlungen breiten sich aus und verdrängen Brutplätze. Darüber hinaus werden die Eier und Küken gesammelt – für den Eigenverbrauch, lokale Märkte oder die private Haltung. Afrikas Glücksvögel brauchen jetzt unsere Hilfe, um überleben zu können. Retten Sie mit uns den Grauen Kronenkranich!
Ol’Bolossat: ein See schenkt Leben
Der Ol’Bolossat-See ist eine Hochburg des Grauen Kronenkranichs. Am einzigen Süßwassersee im kenianischen Hochland findet sich eine der höchsten Brutpaardichten in seinem gesamten Verbreitungsgebiet. Das Feuchtgebiet ist überlebensnotwendig für den Kranich, aber auch für die Menschen: Zehntausende nutzen das Wasser für Trinkwasser und Landwirtschaft. Zudem gibt es hier mehr als 100 Zugvogelarten und rund 100 Flusspferde. 2018 wurde der Ol’-Bolossat-See auf Betreiben von NABU, Cranes Conservation Volunteers (CCV) und anderen Naturschutzorganisationen unter Schutz gestellt.
Aus Betroffenen werden Beschützer
Weil sich am See so viele Vögel befinden, erreichen die Schutzmaßnahmen besonders viele Brutpaare. Genau hier setzen NABU und CCV an:
- Küken schützen: Freiwillige spüren die Nester der Kronenkraniche auf und bitten Fischer und Landwirte, die Brutplätze zu meiden. Außerdem muss verhindert werden, dass die Kraniche ihre Nester auf Schwimmfarn bauen – denn wenn sie dies tun, sterben die Küken noch vor dem Schlüpfen an Unterkühlung.
- Perspektiven schaffen: Da der Schwimmfarn die Brut gefährdet, muss er gesammelt werden, bevor die Kraniche ihre Eier darauf legen. Der Schwimmfarn kann anschließend auch zu Holzkohle verarbeitet und verkauft werden.
- Verletzte Tiere pflegen: In der Auffangstation finden kranke und verletzte Tiere Schutz, können sich erholen und anschließend wieder ausgewildert werden.
- Mit Aufklärung Menschen gewinnen: Infomaterial und Vorträge in Schulen, Kirchen und bei Gemeindesitzungen sensibilisieren für den Schutz der Glücksvögel.
- Bestände im Blick behalten: Durch das Zählen und Beringen der Grauen Kronenkraniche lässt sich die Entwicklung ihrer Bestände beobachten.
- Lebensräume sichern: Neu gepflanzte Bäume schützen das Feuchtgebiet und damit den Lebensraum der Kronenkraniche. Rund 30 Brutgebiete werden durch das Projekt bereits betreut.
Der Einsatz in Kenia wirkt: Familien, die früher Eier sammelten, schützen heute die Kraniche. Bereits 500 Jungvögel sind flügge geworden. Damit NABU und CCV diese erfolgreiche Arbeit fortsetzen und auf weitere 60 Brutgebiete ausweiten können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie jetzt dem Grauen Kronenkranich mit Ihrer Spende!
So schützen Sie den Grauen Kronenkranich
- 90 Euro unterstützen die Versorgung von verletzten oder kranken Kronenkranichen.
- 60 Euro ermöglichen den Freiwilligen, mehr Menschen für den Kranichschutz zu gewinnen.
- 30 Euro helfen, die Kronenkraniche zählen und beringen zu können.
Alle Informationen zur sicheren Datenverarbeitung finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.
Wir sind für Sie da

Hinweis: Überschüssige Spendenerträge werden in anderen dringenden NABU-Projekten eingesetzt.






