Ein Fluss wird wieder lebendig
Erfolgsbericht: Untere Havel

Die Untere Havelniederung ist das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet des westlichen Mitteleuropa. Fast ein ganzes Jahrhundert hat der einst paradiesische Lebensraum unter Schifffahrt und Landwirtschaft gelitten. Nun wird der Fluss auf über 90 Kilometern Länge wieder lebendig: Seit über zehn Jahren setzt der NABU gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt das größte Fluss-Renaturierungsprojekt Europas um.
Seit Beginn des Projektes im Jahr 2005 hat sich die Untere Havel enorm gewandelt. Die bis heute erzielten Fortschritte sind außergewöhnlich. Bisher haben wir auch mit Ihrer Unterstützung 25 Kilometer Uferdeckwerk zurückgebaut, 39 Flutrinnen geschaffen und 11 Altarme an den Fluss angeschlossen.
Zusätzlich wurden Uferwallungen abgesenkt, 50 Hektar Auenwald gepflanzt und mehr als 780 Hektar Fläche für den Naturschutz gesichert. Die Untere Havel bietet über 1.100 gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause, unter anderem See- und Fischadler, Bekassine, Eisvogel und Wachtelkönig, Biber und Fischotter. Stück für Stück erhält die Havel endlich ihre natürliche Lebendigkeit zurück.
Wir sagen Danke!
Sie haben diese großartigen Fortschritte an der Unteren Havel ermöglicht. Dank Ihnen werden wir der Natur Schritt für Schritt die Havel zurückgeben und ein einzigartiges Artenparadies bewahren.
So geht es weiter
Wir freuen uns darüber, dass die Fortsetzung unseres Havel-Renaturierungsprojektes gesichert ist: Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte dem NABU den Förderbescheid über die Finanzierung der Projektverlängerung. Die Unterstützung durch den Bund ist uns somit sicher. 2023 wurde das Naturschutzgroßprojekt für weitere zehn Jahre aufgestockt und verlängert. Einen Teil der Finanzierung muss der NABU weiterhin selbst aufbringen, weshalb wir auch in Zukunft auf die Hilfe unserer treuen Unterstützer*innen angewiesen sind.
Bis 2033 werden also weitere Ufer renaturiert, Flussarme und Flutrinnen wieder angebunden und auch die ersten nicht mehr benötigten Deiche werden zurückgebaut. So werden wir wertvolle Auenlebensräume für die Havel zurückgewinnen.
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