Interessantes aus der Welt der Spinnentiere

Lange Beine zum Tasten

Weberknechte begegnen uns häufig bei der Gartenarbeit. Obwohl sie zu den Spinnentieren gehören, haben sie einige Besonderheiten, die sie von „normalen“ Spinnen unterscheidet. Es lohnt sich also genauer hinzuschauen.
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Weberknechte begegnen uns häufig bei der Gartenarbeit. Obwohl sie zu den Spinnentieren gehören, haben sie einige Besonderheiten, die sie von „normalen“ Spinnen unterscheidet. Es lohnt sich also genauer hinzuschauen.

Etwa 40 heimische Weberknechtarten kommen bei uns vor. Sie leben zwar räuberisch von anderen Gliedertieren, bauen aber keine Fangnetze. Manche Arten ernähren sich auch von toten Insekten. Während Spinnen einen deutlich zweigeteilten Körper haben, sind bei Weberknechten Vorder- und Hinterkörper miteinander verwachsen, so dass ihr Körper sehr kompakt und kugelig wirkt. Die Augen befinden sich erhöht auf kleinen Hügelchen und die männlichen Tiere besitzen im Gegensatz zu den Spinnen einen Penis.

Am auffälligsten sind jedoch die sehr langen Beine vieler Arten, wobei das zweite Beinpaar meist besonders lang ist und häufig auch zum Tasten genutzt wird. Vorsicht ist geboten, wenn man Weberknechte berührt: Viele Weberknechte besitzen an ihren Beinen eine Sollbruchstelle und werfen bei Gefahr schnell mal ein Bein ab, um dadurch einem möglichen Fressfeind zu entkommen.

Für Rückfragen:

Julian Heiermann

NABU-Tierexperte

Tel. 030-284 984 1616