Artensteckbrief zum Tiger

Gestreift und bedroht

Tiger sind die größten Katzen der Welt und waren in Asien einst weit verbreitet. Durch den Druck der wachsenden menschlichen Bevölkerung haben die imposanten Großkatzen 93 Prozent ihres einstigen Lebensraumes verloren. Heute gelten Tiger als stark gefährdet.
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Tiger sind die größten Katzen der Welt und waren in Asien einst weit verbreitet. Durch den Druck der wachsenden menschlichen Bevölkerung haben die imposanten Großkatzen 93 Prozent ihres einstigen Lebensraumes verloren. Heute gelten Tiger als stark gefährdet. Von einst 100.000 Tigern leben nur noch 3.200 in freier Wildbahn.

Art: Tiger (Panthera tigris)

Unterarten: Sibirischer Tiger, Südchinesischer Tiger, Indochinesischer Tiger, Malaiischer Tiger, Sumatratiger, Bengaltiger, Javatiger (†), Balitiger (†), Kaspischer Tiger (†)

Größe: 2,4 – 3,1 Meter, Männchen sind größer als Weibchen

Gewicht: 100 – 258 Kilogramm

Ernährung: Große Huftiere wie Hirsche und Wildschweine, Vögel, Reptilien und sogar Fische.

Lebenserwartung: 12-16 Jahre

Verbreitung

Tiger bewohnen unterschiedliche Lebensräume wie tropische und subtropische Regenwälder, Grasländer, Sumpfgebiete oder boreale Wälder. Früher auf dem gesamten asiatischen Kontinent verbreitet, leben sie heute größtenteils in isolierten Schutzgebieten über 13 Länder verstreut.

Besondere Merkmale

Das Fell des Tigers ist meist gelbbraun mit charakteristischen schwarzen Streifen. Jedes Streifenmuster ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck.

Verhalten

Tiger sind Einzelgänger. Eine Ausnahme bilden lediglich Weibchen mit ihren Jungen. Ausgewachsene Tiere leben in eigenen Territorien, deren Größe abhängig vom Beutevorkommen zwischen 20 km² und 450 km² variieren kann.

Fortpflanzung

Weibchen pflanzen sich ab einem Alter von 3-4 Jahren fort und gebären nach einer Tragzeit von etwa 103 Tagen meist 2-3 Junge. Männchen werden erst im Alter von 4-5 Jahren geschlechtsreif.

Gefährdung

Stark gefährdet (< 3200 Tiere)

Tiger sind vor allem durch die Zerstörung ihrer Lebensräume gefährdet. Doch auch die illegale Jagd aufgrund der unerschöpflichen Nachfrage nach Knochen, Fellen und anderen Körperteilen für die asiatische Medizin stellen eine große Bedrohung dar. Von ursprünglich neun Unterarten sind drei bereits ausgestorben.