Bedrohte Riesen

Artensteckbrief zum Breitmaulnashorn

Seit mindestens 50 Millionen Jahren gibt es sie auf der Erde – die urtümlich anmutenden Nashörner. Sie gelten als eine der ältesten Säugetierarten. Einst artenreich und weit verbreitet, existieren heute nur noch fünf Arten. Ihre größte Bedrohung ist Wilderei.
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Art: Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) oder Weißes Nashorn

Unterarten: Südliches Breitmaulnashorn (C. s. simum), Nördliches Breitmaulnashorn (C. s. cottoni)

Größe: 3,40–3,80 Meter Kopf-Rumpf-Länge und 1,50–1,80 Meter Schulterhöhe.

Gewicht: Weibchen wiegen 1,8–2 Tonnen, Männchen 1,8–3,6 Tonnen

Nahrung: Das Breitmaulnashorn ist ein Grasfresser, es liebt Afrikas Kurzgrassavannen.

Verbreitung

Das Südliche Breitmaulnashorn ist heute über zahlreiche Schutzgebiete in Botswana, Kenia, Namibia, Südafrika, Swasiland, Sambia und Simbabwe fragmentarisch verstreut. Hier finden sich zeitweise Weidegemeinschaften von bis zu 20 Tieren zusammen. Dabei ist das Revier einer einzelnen Kuh 10 bis 15 Quadrat kilometer groß. Die Bullen beanspruchen ein eigenes Revier von bis zu drei Quadratkilometern. Dort leben sie gern allein. Von den Nördlichen Breitmaulnashörnern leben weltweit nur noch drei Tiere, die streng von Rangern bewacht werden.

Besondere Merkmale

Mit Hilfe des breiten und stumpfen Mauls und der hornigen Unterlippe können die Tiere Gräser wie ein Rasenmäher aufnehmen. Die Haut ihres ausgeprägten Nackenbuckels ist bis zu 4,5 Zentimeter dick.

Verhalten

Das Breitmaulnashorn gilt als tag- und nachtaktiver Einzelgänger. Fast die Hälfte des Tages verbringt es mit der Nahrungsaufnahme. Zur Parasitenbekämpfung suhlt es sich gerne in Schlamm- und Sandbädern.

Fortpflanzung

Im Alter von sechs bis sieben Jahren sind die Weibchen geschlechtsreif. Ihren Nachwuchs tragen sie 16 bis18 Monate lang aus. Die Neugeborenen wiegen bis zu 60 Kilogramm.

Gefährdung

Bis 1895 galt das Südliche Breitmaulnashorn aufgrund von Wilderei als ausgestorben, bis rund 100 Individuen in Südafrika entdeckt wurden. Heute zählt man 20.00 Individuen mit steigender Tendenz. Die Art ist laut IUCN „gering gefährdet“. Das Nördliche Breitmaulnashorn steht unmittelbar vor dem Aussterben.